Ein Täter auf der Flucht

Zwei versuchte Tötungsdelikte in Kassel

Kassel. Mit zwei versuchten Tötungsdelikten hat derzeit die Kasseler Polizei zu tun. In einem Fall soll ein Mann versucht haben, seine Ex-Freundin zu töten, in einem anderen wurde ein 22-Jähriger schwer verletzt.

Fall 1: Oberzwehren

Ein 55-jähriger Mann aus Kassel wird verdächtigt, versucht zu haben, seine ehemalige Lebensgefährtin zu töten. Die Staatsanwaltschaft Kassel hat am Sonntagmorgen Haftbefehl gegen den Mann erlassen.

Nach Angaben von Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch soll der Verdächtige am Samstagmorgen gegen 8 Uhr mit seiner 49-jährigen Ex-Lebensgefährtin in deren Wohnung an der Theodor-Haubach-Straße (Oberzwehren) in Streit geraten sein. Im Laufe der Auseinandersetzung sei der Mann mit einem Küchenmesser auf die Frau losgegangen und habe sie im Brustbereich verletzt.

Ein Bruder der Frau, der in der Wohnung zu Hilfe eilte, erlitt bei der Abwehr des Messers eine Schnittwunde an der Hand, die 29-Jährige Tochter wurde bei dem Gerangel ebenfalls leicht verletzt. Dem Bruder gelang es, den 55-Jährigen in einem Zimmer der Wohnung festhalten, bis die von der verletzten Frau alarmierte Polizei eintraf. Dort legte der Mann auch das Messer nieder.

Beamte des Polizeireviers Süd-West nahmen den 55-Jährigen vorläufig fest und lieferten ihn ins Polizeigewahrsam ein. Nach Erlass des Untersuchungshaftbefehls wegen eines versuchten Tötungsdelikts wurde der 55-Jährige in die Justizvollzugsanstalt Kassel eingeliefert.

Die Verletzung der Frau wurde im Rote-Kreuz-Krankenhaus in Kassel versorgt. Sie konnte mittlerweile das Krankenhaus bereits wieder verlassen.

Fall 2: Nordstadt

Bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern in der Nacht zum Montag wurde ein 22 Jahre alter Mann somalischer Herkunft aus Fuldatal auf der Jägerstraße in Kassel im Brustbereich schwer verletzt.

Nach Angaben von Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch hatten Zeugen die Polizei am Montagmorgen um 0.10 Uhr über die Auseinandersetzung informiert. Als die Funkwagen kurz darauf eintrafen, lag der 22-Jährige mit einer blutenden Verletzung im Brustbereich am Boden. Er wurde in ein Kasseler Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr soll bei ihm nicht bestehen.

Vom Verletzten selber konnten die Ermittler des K 11 bislang noch nichts zum Tathergang in Erfahrung bringen. Zeugen gebe es lediglich zu einer lautstarken Auseinandersetzung der beiden Männer, aber nicht dazu, wie die Verletzung des Mannes zustande kam. Die Streitereien zwischen den beiden Beteiligten sollen schon im Bereich der Hauptpost begonnen und sich dann in die Jägerstraße verlagert haben.

Ein Zeuge spricht von einer Bierflasche, die der flüchtige Tatverdächtige bei der Auseinandersetzung in der Hand gehalten haben soll, ein anderer von einem Messer.

Von dem Tatverdächtigen liege nur eine dürftige Personenbeschreibung vor. Der als schlank und dunkelhaarig beschriebene Mann soll nach Angaben der Zeugen vermutlich afrikanischer Herkunft sein. Er soll ein weißes T-Shirt und eine Jeans getragen haben. (use)

Hinweise an die Polizei unter Tel. 05 61/9100.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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