Erstes Heimspiel in der Regionalliga

8:8 der SVH: Wieder ein Tischtennis-Krimi mit Überlänge

Verloren das letzte und entscheidende Doppel denkbar knapp: Harleshausens Michal Bankosz (links) zusammen mit Neuzugang und Hoffnungsträger Adam Janicki. Foto: Andreas Fischer

Kassel – Zweites Spiel, zweites Remis, wieder 8:8. Bei der Heimpremiere von Tischtennis-Regionalligist SVH Kassel fehlt wahrlich nicht viel zum ersten Saisonsieg. Eine scheinbar komfortable Führung gegen den TTC Altena reicht am Ende aber nicht. Wir waren vor Ort.

Viereinhalb Stunden packendes Tischtennis. Und am Ende bleibt die Erkenntnis, dass eine 8:5-Führung mindestens so tückisch ist wie ein 2:0 beim Fußball. Dabei waren es am ersten Spieltag noch die Harleshäuser, die jenen Rückstand bei der TG Neuss aufholten. Nun hat die SVH selbst diesen Vorsprung aus der Hand gegeben. „Das Ergebnis fühlt sich wie eine Niederlage an“, erklärt Adam Janicki, der zwar eine Nacht darüber geschlafen hat, das Spiel aber noch immer nicht richtig verdaut hat.

Bei all der Enttäuschung, die beim Neuzugang herrscht, bleibt aber festzuhalten: Als Aufsteiger ist die SVH mit zwei Punkten aus zwei Spielen gut aus den Startlöchern gekommen. „Ich glaube, wir haben mit diesen beiden Spielen ein Ausrufezeichen gesetzt“, sagt Janicki ganz selbstbewusst. Ähnlich sieht es auch sein Trainer Tobias Kirch, der mit dem Auftritt gegen Altena rundum zufrieden war. „Am Ende hat ein bisschen das Quäntchen Spielglück gefehlt. Trotzdem war das eine ganz starke Leistung.“

Nun aber zum Krimi: Die Sporthalle Harleshausen ist mit knapp 100 Zuschauern gut besucht. Die Tischtennisbälle fliegen schon über die Platte – aufwärmen heißt es. Nach der obligatorischen Vorstellung der Teams geht es aber auch schon ans Eingemachte. Alle Augen auf die Doppelpaarungen. Michal Bankosz und Janicki stehen für die SVH an der Platte. Ein paar Meter weiter stehen auch die Brüder Marco und Niklas Hilgenberg bereit.

Und es ist ein verheißungsvoller Beginn für die SVH – und zwar auf beiden Platten. Beide Doppelduos entscheiden den jeweils ersten Satz für sich. Letztlich gewinnen Bankosz und Janicki ihr Doppel mit 3:1. Die Hilgenberg-Brüder unterliegen dagegen mit 1:3.

Als dann auch noch Noah Weber und Florian Bierwirth im dritten Doppel unterliegen, ist der verheißungsvolle Start dahin. Trainer Tobias Kirch sucht immer wieder das Gespräch mit seinen Schützlingen. Gestikuliert, gibt Tipps, feuert an. Und die SVH findet zurück in die Spur. Bankosz gleicht in seinem Einzelmatch, das er mit 3:0 gewinnt, auf 2:2 aus.

Janicki verliert anschließend in einem packenden Duell denkbar knapp den entscheidenden Satz. Und dann startet die SVH eine kleine Serie. 5:3 steht es zu diesem Zeitpunkt, ehe die Gäste aus Nordrhein-Westfalen gleichziehen – 5:5. Aber wieder schaffen es die Gastgeber davonzuziehen. Janicki, Niklas Hilgenberg und Weber sorgen für ein 8:5. Die Tür zum ersten Saisonsieg ist aufgestoßen.

„Auf diesem Niveau entscheiden Kleinigkeiten“, sagt SVH-Abteilungsleiter Dieter Salmen später. Florian Bierwirth vergibt die Chance, den Sack zuzumachen – verliert nach fünf Sätzen. Der Rest ist ärgerlich. Trotzdem zieht Trainer Kirch eine positive Bilanz: „Ich war überrascht, wie schnell sich die Jungs an das Niveau gewöhnen.“

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