Stadt denkt über neue Schilder nach

Ärger über Lieferwagen: Radweg auf Kasseler Friedrich-Ebert-Straße oft blockiert

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Radfahrer müssen ausweichen: Lieferwagenfahrer halten auf der Friedrich-Ebert-Straße häufig auf dem Radstreifen, obwohl es Ladezonen gibt.

Kassel. Die Friedrich-Ebert-Straße wird für Radfahrer regelmäßig zum gefährlichen Hindernisparkours - trotz Radstreifen. Lieferwagen und Paketdienste blockieren diesen aber häufig.

Die Fahrer von Lieferwagen stellen sich häufig auf den Radstreifen, um so vor den Geschäften ihre Waren auszuladen. Dabei wurden extra zehn Ladezonen geschaffen.

Nachdem die Friedrich-Ebert-Straße in den Jahren 2013 bis 2016 umgebaut wurde, sollte es Verbesserungen für den Radverkehr geben. Die Freude wird aber durch die Falschparker getrübt, die die Radfahrer zu gefährlichen Ausweichmanövern auf die Straße und Straßenbahngleise zwingen. 

Ladezonen: So sind die Bereiche ausgeschildert. Für die gesamte Ansicht bitte oben rechts auf das Pfeilsymbol klicken.

Der Kreisverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) hat die Missstände deshalb dem Verkehrs- und Ordnungsdezernenten Dirk Stochla (SPD) mitgeteilt und um Abhilfe gebeten.

Gerhard Peter

Es seien verstärkte Kontrollen des Ordnungsamtes nötig, sagt Gerhard Peter, Vorsitzender des ADFC Kassel. Sein ADFC-Kollege Jürgen Vöckel hat kein Verständnis für das Verhalten der Lieferwagenfahrer. Denn es gebe spezielle Haltebuchten für Anlieferungen, die häufig ungenutzt blieben. Bei einer Zählung des ADFC wurden bis zu neun Falschparker in anderthalb Stunden festgestellt.

Ein Problem ist sicherlich, dass die zehn Ladezonen im Abschnitt zwischen Ständeplatz und Annastraße nicht als solche gekennzeichnet sind. Sie sind lediglich als zeitlich eingeschränkte Halteverbotsbereiche ausgeschildert. Die Stadt will nun überlegen, diese durch ein Schild „Ladezone“ zu ergänzen. Zudem sollen die Anlieger sensibilisiert werden, sodass sie Einfluss auf ihre Lieferanten nehmen.

Jürgen Vöckel

Bei der Verteilung der Ladezonen hatte die Stadt im Vorfeld des Umbaus den Bedarf bei den Geschäftsleuten abgefragt. Auf der stadteinwärtigen Seite zwischen Westendstraße und Friedrich-Engels-Straße gab es damals keinen Bedarf für eine solche Zone. Durch die Eröffnung neuer Gastronomien könnte dies aber nun erforderlich werden. „Wenn die Gewerbetreibenden Wünsche äußern, werden wir sie prüfen“, sagt ein Stadtsprecher auf HNA-Anfrage.

Bei einem Vor-Ort-Termin mit dem ADFC und unserer Zeitung zeigte sich aber, dass Lieferanten trotz freier Ladezonen in unmittelbarer Nähe es häufig vorzogen, einfach auf dem Radsteifen zu halten.

Radfahrer müssen achtsam sein: Lieferwagen und einparkende Autos blockieren häufig den Radstreifen.

Hier ist die Friedrich-Ebert-Straße in Kassel

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