Aktuell mehr als 15.000 Erwerbslose in der Region

Arbeitslosigkeit in der Region steigt zum Ferienbeginn leicht

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Die Zahl der Arbeitslosen in der Region ist mit Beginn der Sommerpause leicht gestiegen.

Wie die Agentur für Arbeit Kassel mitteilte, gab es im Juli in Stadt und Kreis Kassel sowie im Werra-Meißner-Kreis 15 269 Jobsuchende. Gegenüber dem Vormonat ist das ein Plus von 470, gegenüber Juli 2018 aber ein Minus von 110. Die Arbeitslosenquote stieg von 5,1 auf 5,3 Prozent (Vorjahresmonat: 5,4).

Ein Anstieg der Arbeitslosenzahl im Juli ist saisonüblich. Zum einen warten viele Unternehmen mit Neueinstellungen bis zum Ende der Sommerferien. Zum anderen melden sich Jugendliche und junge Erwachsene nach Schul- und Ausbildungsende als Jobsuchende. Allerdings warnt der Chef der Kasseler Agentur für Arbeit, Detlef Hesse. „Etwas mehr Arbeitslose im Juli sind zwar üblich, dennoch lassen die aktuellen Werte auch auf eine Stagnation der letztlich positiven Entwicklung schließen.“

So punkte im Vorjahresvergleich einzig der Landkreis Kassel mit einem Minus von 7,2 Prozent der registrierten Jobsuchenden, während Stadt Kassel und Werra-Meißner-Kreis teils deutlich zugelegt hätten. „Der gegenwärtige Konjunkturabschwung macht sich in ersten Ansätzen auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar“, so Hesse.

Die Entwicklung in den Regionen stelle sich insbesondere im Vorjahresvergleich sehr unterschiedlich dar. Während die Arbeitslosigkeit in Hofgeismar um 14 Prozent zurückging, habe sie in Witzenhausen um 7,4 Prozent zugenommen.

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Bei den einzelnen Personengruppen bestimmten laut Hesse im Monatsvergleich leichte Anstiege und binnen Jahresfrist leichte Rückgänge das Bild. Ungebrochen setze sich der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit fort – insbesondere bei Hartz-IV-Empfängern (Rechtskreis SGB II) mit minus 14,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern bewegt sich der Kasseler Arbeitsagentur zufolge mit aktuell 4158 gemeldeten offenen Arbeitsstellen nach wie vor auf einem hohen Niveau. Im Vergleich zum Juni ist die Zahl leicht gestiegen, gegenüber dem Vorjahresmonat leicht gesunken.

Zum Ausbildungsstart appelliert Agenturchef Hesse an Jugendliche, die noch keine Lehrstelle haben: „Es ist fünf vor zwölf, aber noch nicht zu spät. Last-Minute-Angebote hat die Berufsberatung immer in petto.“ Wer noch auf der Suche sei, solle schnell einen Termin ausmachen und sich beraten und vermitteln lassen. Immerhin gebe es noch 999 offene Ausbildungsstellen im Agenturbezirk, während 996 Bewerber unversorgt seien.

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