Belebung durch trockenen Winter

Arbeitsmarkt in der Stadt ist bereits im Frühlingsmodus

Der Frühling macht sich bemerkbar - zumindest am Arbeitsmarkt der Stadt Kassel. Dort sank die Februra-Quote kräftig, im Landkreis hat die Frühjahrsbelebung noch nicht eingesetzt

Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Kassel, zu dem neben Stadt und Kreis auch der Werra-Meißner-Kreis zählt, ist im Februar entgegen dem langjährigen Trend dieses Monats um 303 auf 18 428 gesunken. Die Quote fiel damit um 0,1 Punkte auf 6,6 Prozent. Grund für diese vorzeitige Frühjahrsbelebung ist der verhältnismäßig trockene Winter, der vor allem die witterungsabhängigen Außenberufe, aber auch eine Reihe von Dienstleistungen begünstigt.

Allerdings verlief die Einwicklung zwischen Stadt und Kreis Kassel äußerst unterschiedlich. Während die Zahl der Erwerbslosen in der Stadt um 446 auf 9390 sank, stieg sie im Kreis um 80 auf 5738. Daraus resultiert ein Rückgang der Stadt-Quote um ein halbes auf nunmehr neun und ein geringer Anstieg im Kreis auf 4,6 (4,5) Prozent. Grund für diese Gegenläufigkeit ist nach Agenturangaben die zeitliche Versetzung der Frühjahrsbelebung, die in der Stadt traditionell früher beginnt als im Landkreis.

Unabhängig hiervon sank die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk auf Jahressicht sogar um 820, was die seit zwei Jahren währende Dynamik auf dem regionalen Arbeitsmarkt widerspiegelt. Die Quote fiel binnen Jahresfrist um 0,3 Punkte auf den niedrigsten Februar-Stand seit Beginn der Erhebung nach der aktuellen Methodik im Jahr 1991.

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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