Polizei: Alkohol führt zu Konflikten

Auf dem Kasseler Weihnachtsmarkt wird wild gepinkelt und geparkt

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Präsenz zeigen: Zwei Polizisten patrouillieren auf dem Kasseler Weihnachtsmarkt. Es handelt sich um ein Archivbild.

Kassel. Der Kasseler Weihnachtsmarkt ist aus Sicht der Polizei bislang ruhig verlaufen. Doch alkoholbedingtes Fehlverhalten einiger Besucher bereitet Polizei und Ordnungsamt Arbeit.

Bei der Schlägerei am Samstagabend auf dem Kasseler Weihnachtsmarkt, bei der ein Schausteller verletzt worden ist, handele es sich um einen Einzelfall, sagt Polizeisprecher Torsten Werner. „In dieser Form ist das in diesem Jahr zum ersten Mal passiert.“ Aus kriminalistischer Sicht sei der Weihnachtsmarkt bislang sehr ruhig verlaufen. Nur sieben Taschendiebstähle seien angezeigt worden, so Werner.

Für Aufsehen und Unruhe habe allerdings am Samstag, 2. Dezember, gegen 22 Uhr ein 19-Jähriger aus dem Landkreis Kassel gesorgt. Der junge Mann war auf dem Friedrichs- und Opernplatz aufgefallen, weil er eine Schreckschusswaffe dabei hatte. Auf der Wilhelmsstraße sei der stark alkoholisierte 19-Jährige schließlich festgenommen worden. Alkohol sei auch in der Regel bislang immer im Spiel gewesen, wenn die Streifen zu kleineren Konflikten auf dem Markt gerufen wurden, so der Polizeisprecher.

Große Übersicht: Hier finden Sie alle Weihnachtsmärkte in der Region

Wildpinkler müssen häufig ermahnt werden

Torsten Werner

„Alkoholbedingte Begleiterscheinungen“, die es auch auf jeder Kirmes gebe, sorgten auch bei den Mitarbeitern des Ordnungsamtes für Einsätze auf dem Weihnachtsmarkt, sagt Kathy Käferstein, Leiterin der Abteilung Verkehrsüberwachung. Grölen und Singen nach Glühweinkonsum könnten in einem gewissen Maß noch hingenommen werden. Allerdings müssten tagtäglich Männer ermahnt werden, die offenbar nicht gewillt seien, eine Toilette aufzusuchen und stattdessen mitten in der Innenstadt urinierten. Ungeniert. Die Wildpinkler drehten sich mitunter nur um und entleerten sich hinter einer Bude oder an einer Tanne, sagt Käferstein.

Es liege dann im Ermessen der Mitarbeiter des Ordnungsamtes, ob die Männer mit einer Ermahnung davonkommen oder ein Verwarngeld in Höhe von 35 Euro zahlen müssten. „Das hängt von der Gesamtsituation ab und ob jemand sich einsichtig zeigt“, sagt Käferstein. „Wenn jemand sehr hartnäckig ist, dann bekommt er auch einen Bußgeldbescheid nach Hause geschickt.“

Dreiste Falschparker blockieren Zufahrten

Neben den Wildpinklern auf dem Weihnachtsmarkt müssen sich die Streifen des Ordnungsamtes auch um die Wildparker kümmern. Zufahrten würden sehr oft zugeparkt. Manche stellten ihre Autos sogar vor den Betonsperren bei Sinn-Leffers ab. „Das ist schon sehr dreist“, sagt Käferstein. Aber wer in einer Zufahrt stehe, werde auch abgeschleppt.

Aufdringliche und aggressive Bettler, die punktuell auf dem Weihnachtsmarkt auftauchten, müssten zudem des Platzes verwiesen werden, sagt Käferstein. Diese Personen seien gut organisiert. Man habe den Eindruck, dass sie von Stadt zu Stadt reisten, um dort zu betteln.

Mann wollte mit Falschgeld zahlen

Mit einem gefälschten 50-Euro-Schein wollte am Montag gegen 12 Uhr ein Mann eine Currywurst an einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt Kassel bezahlen.

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