Grünes Band rollt weiter

Auf Wilhelmshöher Allee in Kassel startet zweiter Bauabschnitt der Sanierung

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Auf den ersten Bauabschnitt der Sanierung der Wilhelmshöher Allee – unser Foto wurde in Höhe der Murhardstraße aufgenommen – folgt jetzt der zweite Abschnitt für den Rest der Prachtstraße. Zum Jahresende soll alles fertig sein.

Kassel. „Kassels längste Baustelle“ – als solche hatte die HNA sie zu Beginn der Arbeiten betitelt – geht in die zweite Runde. Die Wilhelmshöher Allee wird weiter von Grund auf schön gemacht.

Das Ergebnis des ersten Bauabschnitts von der Torwache bis zum Rathenauplatz hat bereits seit dem documenta-Sommer im vergangenen Jahr viele – Kasseler wie Gäste – begeistert. Es handelt sich um das bewässerte Rasengleis, das sich wie ein hellgrünes Band in der Mitte der Allee in Richtung Herkules erstreckt, gesäumt von einer schnurgeraden niedrigen Buchsbaumhecke, neu gestalteten Baumscheiben und einer Menge frisch gepflanzter Alleebäume.

„Das war ein gelungener Auftakt“, sagte Armin Ruda, der Ortsvorsteher von Bad Wilhelmshöhe, zur Eröffnung einer weiteren gemeinsamen Sitzung der Ortsbeiräte Vorderer Westen, Wehlheiden, Mitte und Bad Wilhelmshöhe in Sachen Wilhelmshöher Allee. Die im 18. Jahrhundert angelegte, fast fünf Kilometer lange Prachtstraße verbindet alle vier Stadtteile, weshalb die Anrainer-Stadtteilbewohner auch dieses Mal wieder als erste informiert wurden.

Marion Fischer-Ebel, Stadtplanerin im Rathaus, zog vor den Stadtteilvertretern Bilanz und erklärte das weitere Vorgehen für den zweiten Bauabschnitt Rathenauplatz bis Freiherr-vom-Stein-Straße. Hier wird ab Frühjahr gemeinsam mit der KVG weitergebaut, so Fischer-Ebel. Die Optik werde sich dem vorausgegangenen Abschnitt angleichen. Ein Unterschied: Da die KVG dieses Mal keine Gleise erneuert, könne man nicht in die Tiefe gehen und somit keine unterirdische Bewässerungsanlage einbauen. Bewässert werde der Rollrasen daher später konventionell, so Fischer-Ebel.

In Bad Wilhelmshöhe habe man es dann mit einem geringeren Straßenquerschnitt zu tun als in Citynähe. Um die Baumachsen wie geplant zu vervollständigen, müssten Bäume deshalb theoretisch auch auf einige Privatgrundstücke an der Allee gepflanzt werden. Die betreffenden Eigentümer würden in den nächsten Tagen kontaktiert, um darüber zu verhandeln, so Fischer-Ebel: „Wir hoffen sehr, dass sich die Eigentümer bereit erklären, mit uns zusammenzuarbeiten.“ 34 Stellplätze werden an der gesamten Allee für das Mehr an Bäumen aufgegeben.

Schon im Herbst sollen alle Bäume gepflanzt sein, denn 2018, so die Fördervorgaben, muss die Gesamtsanierung der Wilhelmshöher abgeschlossen sein. Aus Programmen von Bund und Land, mit denen Weltkulturstätten gefördert werden, stehen für das Projekt 1,9 Millionen Euro zur Verfügung. Außerdem steuert Kassel 200.000 Euro aus der Stadtkasse bei.

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