20 Parkplätze fallen weg

Mehr Bäume, weniger Autos: So soll sich die Beuys-Straße 2017 verändern

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Sanierungsbedarf: Die Joseph-Beuys-Straße zwischen Hauptbahnhof und Polizeipräsidium soll im nächsten Jahr erneuert werden. Dieser Bereich wird dann Tempo-30-Zone, der Zebrastreifen am Seiteneingang des Hauptbahnhofs wird deshalb wegfallen.

Kassel. Die Joseph-Beuys-Straße macht ihrem berühmten Namensgeber in großen Teilen keine Ehre: Marode Gehwege, dürftig reparierte Seitenstreifen und holpriges Kopfsteinpflaster. Nach dem Willen der Stadt soll sich das schon im nächsten Jahr ändern.

Auf einer Strecke von 250 Metern soll die Straße umgebaut und damit die sanierungsbedürftige Lücke zwischen dem Polizeirevier Mitte bis zum Gewerbegebiet an der Nordseite des Hauptbahnhofs geschlossen werden. Diese Pläne stellte Katrin Steffek von Stadtplanungsamt jetzt im Ortsbeirat Mitte vor.

Künftig sollen die Gehwege hier 2,50 Meter breit und barrierefrei sein. Links und rechts der Fahrbahn sollen Längsparkstreifen entstehen, für deren Bau das alte Großpflaster aus der Straße verwendet werden soll. Baumscheiben sollen die Parkplätze unterbrechen. Auch auf Wunsch des Ortsbeirates sollten es möglichst Bäume aus dem Beuys-Projekt 7000 Eichen sein.

Die Fahrbahn indes solle eine Asphaltdecke erhalten. Und nach dem Umbau soll in der Beuys-Straße Tempo 30 gelten. Die Bushaltestellen sollen barrierefrei ausgebaut werden.

Kosten: 450 000 Euro 

Es sei geplant, den Umbau im nächsten Jahr zu beginnen, sagte Katrin Steffek. Man rechne mit einem halben Jahr Bauzeit. Für den Straßenbau seien rund 450 000 Euro veranschlagt, hinzu kämen Kosten für Kanalarbeiten und die Sanierung der Stützwand am Hang zum Polizeipräsidium. Dieser Lückenschluss sei auch eine deutliche Aufwertung der Straße beispielsweise durch die Baumscheiben, sagte die Planerin.

Der Ortsbeirat unterstützt das Bauvorhaben einstimmig. 

Ebenso befürworteten die Stadtteilvertreter die Absicht der Stadt, den öffentlichen Parkplatz an der Fünffensterstraße/Ecke Garde-du-Corps-Straße zu veräußern. Dazu soll ein Wegeeinziehungsverfahren eingeleitet werden. Hintergrund sei das Vorhaben der Evangelischen Bank, ihren Hauptsitz in Kassel zu erweitern, auszubauen und attraktiver zu gestalten. Diese Pläne bedeuteten auch eine architektonische Aufwertung dieses Bereichs und eine stadtbauliche Verbesserung, erläuterte Hans-Jürgen Lengemann vom Bauverwaltungsamt die Sichtweise der Stadt.

Es sei extrem wichtig für Kassel, solch einen Wirtschaftsstandort zu sichern, betonte auch Ortsvorsteher Christof Stefaniak (Grüne).

Parkplätze fallen weg

Rund 20 Parkplätze werden an dieser Stelle wegfallen, wenn die Stadt die Fläche an die Evangelische Bank veräußert. In den umliegenden Parkhäusern stünden aber ausreichend Parkplätze zur Verfügung, sagte Lengemann. zudem sei geplant, das gegenüberliegende Parkhaus am Garde-du-Corps-Platz durch ein zeitgemäßes und größereres Parkhaus zu ersetzen. Derzeit gibt es hier 360 Parkplätze, künftig könnte das Parkhaus rund 500 Stellplätze bieten.

Hier soll die Straße auf 250 Metern Länge saniert werden:

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