Fachschau sehr gut besucht

Bau- und Immobilienmesse Kassel stößt in eine Marktlücke

+
Hatte gut zu tun: Sebastian Engelbrecht (rechts) von Walter Fenster. Auf unserem Foto berät er Petra und Lutz Schlemme aus Calden.

Die Messe wurde vor drei Jahren erstmals veranstaltet und erfreut sich bei Ausstellern und Besuchern größer Beliebtheit. Diesmal kamen 6000 Menschen, ein Drittel mehr als 2016.

Vor drei Jahren hoben die Stadt Kassel, das Regionalmanagement, die Kreishandwerkerschaft und eine Reihe weiterer Akteure in Nordhessen die Bau- und Immobilienmesse aus der Taufe – eine reine Fachmesse rund ums Bauen, Sanieren und Modernisieren. Ziel der Leistungsschau: ein höherer Beitrag der Region zum Klimaschutz. Am Wochenende fand sie zum dritten Mal statt.

Die Initiatoren – allen voran Kassels Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) – sind wahrlich in eine Marktlücke gestoßen. Die Nachfrage nach fachkundiger Beratung zur energetischen Sanierung entpuppte sich als weit größer als zunächst angenommen. 6000 Besucher kamen am Wochenende in die Stadthalle, um sich über neueste Trends zu informieren – ein Drittel mehr als im vergangenen Jahr. Am Sonntagnachmittag war der Andrang am höchsten. Zeitweise ging es nur im Stop-and-go-Modus durch die stark besuchte Messe, die auch von der HNA unterstützt wird.

Proportional zum Gästeplus entwickelte sich auch die Zahl der Aussteller. Im vergangenen Jahr waren es 70, diesmal bereits 100, darunter Baufirmen, Immobilenmakler, Planer, Architekten, Finanzierer, Heiztechnik-, Fenster- und Türen-, Baumaterial-, Fertighaus- bieter und Sanitärausstatter, Handwerker, Kaminbauer und Energieversorger. Schwerpunkt: ganz klar die Energie-Effizienz.

Dachdecker-Handwerk live: Thomas Fritz (links) machte aus eckigen Schieferschindeln Herzen für die Besucher. Schneider-Chef Jens Schlechter freute sich über die gute Resonanz. 

Nolda freute sich während seines Messerundgangs über die starke Resonanz und unterstrich: „Klimaschutz ist ein Wirtschaftsfaktor, und die Bau- und Immobilienmesse ist der richtige Marktplatz dafür“. Dort fänden der Hauseigentümer alle wichtigen Akteure rund ums klimafreundliche Bauen, so der Stadtbaurat.

Gunnar von Grawert-May vom Veranstalter, Marketing und Messe AG in Kempten, sieht sich im Konzept der Schau als reine Fachmesse bestätigt. „85 Prozent der Besucher haben ein konkretes Bauvorhaben in den folgenden sechs bis acht Monaten“, erklärt er. Die Kugelschreiber-, Jutetaschen- und Zollstockjäger seien die absolute Ausnahme gewesen.

Diese Beobachtung deckt sich mit den Erfahrungen der Aussteller. Jens Schlechter, der Chef des Kasseler Dach- und Fassadenbauers Schneider sowie der S+H Solar GmbH, spricht von einem „sehr ausgewählten Publikum“, das mit konkreten Vorstellungen komme, sehr überlegte Fragen stelle und intelligente Lösungen suche. „Das ist wirklich eine richtige Fachmesse“, lobte er.

Sebastian Engelbrecht vom Kasseler Fenster- und Türenbauer Walter, hat ganz ähnliche Erfahrungen gemacht. „Es läuft traumhaft“, schwärmt der Fachbauleiter. Es gebe großes Interesse. Viele Besucher kämen mit konkreten Vorstellungen, Plänen und Maßen und vereinbarten verbindliche Termine. Auffällig sei, dass viele junge Familien unterwegs gewesen seien.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.