Märchenweihnachtsmarkt erfüllt Erwartungen

Zwei Millionen Menschen besuchten den Kasseler Weihnachtsmarkt

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Die Buden und Stände verschwinden: George Prodan (vorn) und Bogdan Zaharia waren gestern beim Abbau des Märchenweihnachtsmarktes auf dem Königsplatz beschäftigt. 

Kassel. Auch zwischen den Jahren war auf dem Kasseler Märchenweihnachtsmarkt viel los. Unter dem Strich habe man das Ziel von zwei Millionen Besuchern erreicht, sagt Birgit Kuchenreiter vom Veranstalter Kassel Marketing.

In den vergangenen Wochen habe es immer wieder Stichproben gegeben, die Auslastung der Parkhäuser wurde ebenso abgefragt wie die in den Straßenbahnen und Bussen. Aus diesen Zahlen und den Rückmeldungen der Standbetreiber ist die Zahl der Besucher hochgerechnet worden. 

Mit der sei man angesichts von nur 31 Markttagen mehr als zufrieden, sagt Birgit Kuchenreiter. Rückschlüsse hat Kassel Marketing auch aus einer anderen Kennzahl gezogen. „Noch nie wurden so viele Begrüßungspakete für Busfahrer bei uns bestellt“, sagt Wilma Schäfer, die für die Verkaufsförderung zuständig ist. In den Paketen sind unter anderem Gutscheine für den Weihnachtsmarkt. Auf den Busparkplätzen rund um die Innenstadt habe man Nummernschilder aus ganz Deutschland, aus Österreich, Belgien und den Niederlanden gesehen. 

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31 Euro pro Besucher 

Obwohl der Weihnachtsmarkt im Vergleich zum Vorjahr um sechs Tage kürzer war, hätten die Gastronomiebetriebe einen ähnlich guten Umsatz wie 2016 gemeldet. Der Märchenweihnachtsmarkt hat sich als Publikumsmagnet zu einem wichtigen Umsatzfaktor entwickelt. Davon profitiert auch der Einzelhandel. Jeder Besucher gibt laut einer von Kassel Marketing beauftragen Erhebung 31 Euro aus. 

Eine spürbare Delle beim Besucherandrang gab es lediglich durch den Wintereinbruch am 2. Advent. Bei Schneetreiben und glatten Straßen war auf dem Weihnachtsmarkt deutlich weniger los. Und dann gab es noch den Maulkorb für den singenden Elch Rudi. Der sollte eigentlich Gedichte und Weihnachtslieder zum Besten geben. Dazu kam es aber nicht. Der Elchkopf blieb stumm, was für einige Diskussionen sorgte. 

Maulkorb für Elch 

Zu dieser Entscheidung steht Kassel Marketing aber nach wie vor. Das einheitliche Beschallungskonzept habe sich bewährt, sagt Birgit Kuchenreiter. Wenn man für einen Standbetreiber eine Ausnahme mache, dann habe man demnächst überall singende Elche, Weihnachtsmänner und dergleichen. Das schränke die angestrebte Aufenthaltsqualität dann erheblich ein. 

Neu im Programm waren unter anderem die kulinarischen Spaziergänge und die attraktivere Gestaltung des Opernplatzes. Beides habe sich bewährt. Darauf kann man sich also auch beim nächsten Weihnachtsmarkt freuen.

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