Sonntag haben Geschäfte in City geöffnet

Casseler Freyheit: Am Donnerstag beginnt der Jahrmarkt

Buntes Treiben in der City: Im vergangenen Jahr lockte die Casseler Freyheit am verkaufsoffenen Sonntag 100 000 Menschen in die Innenstadt. Archivfoto: Malmus

Kassel. Einkaufsbummel und Jahrmarktbesuch – das verspricht die „Casseler Freyheit“, die von Donnerstag bis Sonntag, 29. Oktober bis 1. November, wieder Besucher aus der Region in die Kasseler Innenstadt lockt.

Die auf dem Opern- und Friedrichsplatz platzierten Fahrgeschäfte, Gastronomie- und Informationsstände haben bereits ab dem morgigen Donnerstag, von 11 bis 22 Uhr, geöffnet, Freitag und Samstag sogar bis 23 Uhr. Eine der Attraktionen ist das Riesenrad, das in 35 Metern Höhe einen Blick über die Stadt möglich macht. Am Sonntag laden dann die Geschäfte der Innenstadt zum Einkaufsbummel ein: Sie haben von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Neben Menschen mit Einkaufstüten erobern dann wieder Gaukler und Stelzenläufer die Königsstraße. Auf der Wilhelmsstraße gibt es Marionettenspiel, Jonglage, Mausroulette und Musik der Band Unvermeydbar. In der Kurfürsten-Galerie werden Kontaktjonglage, Wahrsagerei sowie ein mittelalterliches Spektakel mit Feuerschlucken und Scherbenlaufen angeboten. Der Jahrmarkt hat am verkaufsoffenen Sonntag bereits ab 11 Uhr geöffnet und schließt um 22 Uhr.

Wie in den vergangenen Jahren präsentiert die Stadt anlässlich der Casseler Freyheit wieder ihre Kartenprodukte im Rathaus. Besucher können sich am Sonntag von 11 bis 17 Uhr im Vestibül oberhalb der Rathausfreitreppe über das Angebot von Karten und DVDs des Fachamtes für Vermessung und Geoinformation informieren. Sie haben zudem die Möglichkeit, sich durch das virtuelle 3D-Modell der Stadt Kassel zu bewegen.

Historische Wurzeln

Die Wurzeln der „Casseler Freyheit“ reichen zurück ins 14. Jahrhundert. Damals veranlasste Landgraf Heinrich II., genannt der Eiserne, die Gründung der Stadt „Freyheit“, die außerhalb der Stadttore lag. In ihrem Zentrum standen einst die Martinskirche und ein Rathaus, das aber längst verschwunden ist. Nach wenigen Jahrzehnten wurde sie mit der Stadt Kassel vereinigt.

Heute steht der Begriff „Casseler Freyheit“ vor allem für das 1336 durch Landgraf Heinrich dem Eisernen verliehene Recht, an vier Sonntagen im Jahr zusätzlich Handel zu treiben – verbunden mit der Auflage, gleichzeitig einen Jahrmarkt als Rahmenveranstaltung auszurichten. Mit Erfolg: Im vergangenen Jahr schätzte Kassel Marketing die Zahl der Besucher auf 100 000. Am Nachmittag war die Stadt derart voll, dass die Königsstraße für Straßenbahnen gesperrt werden musste. Hält das goldene Herbstwetter, wird es am Sonntag wohl ähnlich voll.

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