Eigentümer übernehmen ab 28. März 

Neue Betreiber für Kasseler Cinestar: Name bleibt vorerst, Kino soll aufgewertet werden

+
Markanter Bau an der Trompete-Kreuzung: Im Cinestar soll der Kinobetrieb vorerst wie gewohnt weiterlaufen. Mittelfristig aber planen die neuen Betreiber Investitionen und Konzeptveränderungen. 

Die Eigentümer des Cinestars in Kassel werden zum 28. März den Betrieb übernehmen. Vorerst sollen Besucher das kaum bemerken, das Kino soll aber spürbar aufgewertet werden.

Auf der Website des Cinestar-Kinos erfahren Filmfans, dass das Großkino an der Trompete-Kreuzung zum 28. März neue Betreiber bekommen wird: „Cinestar verlässt den Standort Kassel“ ist dort zu lesen. Doch nach Angaben der künftigen Hausherren soll der Kinobetrieb nahtlos und für Besucher fast unmerklich weitergehen – und auch der Name Cinestar soll bis auf Weiteres bleiben. Schwer zu verstehen? Einige Fakten und Hintergründe.

Wer sich aus Kassel zurückzieht, ist die Lübecker Kinobetreiberfirma Greater Union, die in dem markanten Bau bislang Mieterin war. Dieser Vertrag ist ausgelaufen. Das Gebäude gehört der Kino-Unternehmerfamilie Kieft mit Geschäftssitz in Mecklenburg, die bundesweit 15 Lichtspielhäuser betreibt und auch die Markenrechte am Namen Cinestar innehat.

Cinestar in Kassel: Gebäudeeigentümer übernehmen Betrieb

Als Geschäftsführerinnen der neuen Cinestar Kassel GmbH wollen Marlis Kieft und ihre Nichte Juliane de Boer, geborene Kieft, das Multiplexkino künftig selbst betreiben. Das werde mittelfristig auf eine deutliche Aufwertung des Kino-Erlebnisses hinauslaufen, sagte Juliane de Boer gegenüber der HNA: „Wir sind ein Familienbetrieb, der aus Leidenschaft Kino macht.“ Das solle an dem Kasseler Standort, dessen Sitze und Säle in die Jahre gekommen sind, in Zukunft spürbar werden.

Früher hieß das Kino an der trompete noch "Ufa Palast".

Zunächst aber wollen die neuen Hausherren den laufenden Betrieb kennenlernen, sagte die Geschäftsführerin. Die etwa 35 Mitarbeiter des Kinos würden alle an Bord bleiben. Vorläufig werde alles beim Alten bleiben, nur in Details sollten schon Akzente einer veränderten Betriebsführung sichtbar werden. So werde es im großen Snack- und Getränkebereich des Kinos komplett andere Produkte und im Schnitt etwa 25 Prozent günstigere Preise geben. Der zehnprozentige Zuschlag beim Online-Ticketkauf werde entfallen, ansonsten ändere sich an den Kartenpreisen erst mal nichts, sagte Juliane de Boer.

Pläne für Cinestar Kassel sollen bis Sommer öffentlich werden

In den kommenden Wochen wolle sie häufig selbst vor Ort sein und sich ein Bild verschaffen, wie sich das Cinestar verändern soll. „Wir werden spätestens zum Sommer die Öffentlichkeit über unsere konkreten Pläne für eine umfassende Revitalisierung dieses wunderbaren Kinogebäudes informieren“, kündigte die neue Chefin an.

Den Namen Cinestar „werden wir langfristig sicher anpassen“, sagte Juliane de Boer. Dies müsse aber Hand in Hand gehen mit einem neuen, zeitgemäßen Betriebskonzept, dessen Entwicklung nun beginne. Auf jeden Fall müsse in den Kinostandort einiges investiert werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.