Corona verhindert Eröffnung

Kasselerin will Waxing-Institut eröffnen 

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Hofft, bald eröffnen zu können: Berit Lückert in ihrem neuen Waxing-Institut an der Friedrich-Ebert-Straße. 

Eine Frisörin aus Kassel wollte sich mit einem eigenen Waxing-Insitut einen Traum erfüllen. Dank der Corona-Krise fiel die Eröffnung ins Wasser. Doch es gibt noch Hoffnung. 

Kassel – Schon lange hatte Berit Lückert von ihrem eigenen Waxing-Institut geträumt. Zum 1. April sollte es in ihrem neuen Laden im Vorderen Westen losgehen. Daraus wurde dank Corona nichts. 

Nun hofft sie,  ab dem 4. Mai – wie Frisöre – öffnen zu dürfen. Denn sie hat schließlich auch etwas mit Haaren zu tun – nur, dass sie ihnen statt mit der Schere und Rasierer mit Wachs zu Leibe rückt. Erst eine Entscheidung des Landes Hessen hilft ihr. 

„Natürlich würde ich gerne so schnell wie möglich aufmachen. Meine Kunden schicken mir ständig Nachrichten und fragen, wann es losgeht. Für viele ist das genauso wichtig wie der Frisörbesuch“, sagt Lückert, die ihren Service vorher im Studio ihrer Mutter, Babor Beauty Spa Eva-Maria Latour, angeboten hat. Und natürlich sind da auch die finanziellen Sorgen. In den Um- und Ausbau der neuen Räume hat sie viel investiert. Seit Mitte März kann sie nicht mehr arbeiten. Der Traum von der Selbstständigkeit droht für die junge Unternehmerin zu platzen.

„Das Kosmetikerinnen nicht arbeiten dürfen, kann ich verstehen. Wie will man auch eine Gesichtsbehandlung durchführen, wenn man eine Maske trägt?“, fragt Lückert. Bei ihrer Arbeit sei sie aber weiter vom Kopf weg als Frisöre und Kosmetikerinnen. Zwar bietet sie normalerweise Waxing auch im Gesicht an, könne sich aber auch auf Intimbereich und Beine konzentrieren. Dafür sei die Nachfrage eh am größten. Auch andere Hygienemaßnahmen ließen sich leicht umsetzen. „Handschuhe gehören bei mir zur Grundausstattung. Auch ein Visier habe ich mir schon besorgt.“ Und natürlich seien auch Gesichtsmasken vorhanden. Ein weiterer Vorteil: Es befinde sich immer nur ein Kunde mit ihr im Raum.

Inzwischen hat sie einen Hygieneplan und einen Antrag formuliert. Die Hoffnung: mit Genehmigung möglichst bald öffnen zu können. Nach Rücksprache mit Kollegen hat sie den Hygieneplan ans Regierungspräsidium (RP) übergeben und plant, ihn auch ans Gesundheitsamt und die Ordnungsbehörde zu schicken. Denn es ist gar nicht so leicht herauszufinden, ob ein Waxingstudio zu den Frisören oder den Kosmetikern gehört – besonders in Nordhessen, wo solche eigenständigen Studios selten sind. In der Vierten Verordnung des Landes Hessen taucht das Gewerbe nicht auf. Die Handwerkskammer verweist auf Nachfrage an die IHK, die für Waxingstudios zuständig sei. Dort verweist man an das Gesundheitsamt. Das RP wiederum hält sich auch nicht für den richtigen Ansprechpartner und rät, abzuwarten. 

Update: Das hilft tatsächlich am Freitag, 1. Mai,  verkündet das Land Lockerungen. "Friseure und andere Dienstleister im Bereich der Körperpflege wie zum Beispiel Kosmetik-, Nagel- und Tattoostudios sowie Massagepraxen" dürfen ab dem 4. Mai wieder aufmachen. 

Am Montag, 4. Mai,  werden die Türen des Ladens an der Friedrich-Ebert-Straße 123 geöffnet sein: Lückerts Mutter Eva-Maria Latour hat sich eingemietet und wird Pflegeprodukte und Kosmetika zum Verkauf anbieten. Ab Mittwoch soll es dann auch den Haaren an den Kragen gehen. 

Weitere Infos: waxing-kassel.de

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