GEW will 500 Millionen Euro Sofortprogramm

Große Demo in Kassel: 800 Menschen fordern bessere Bildung 

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Bildungspolitik bestimmt die Berufschancen der nächsten Generation: Demonstranten in der Kasseler Innenstadt.

Kassel. Zu wenig Lehrernachwuchs und zu wenig Geld: 800 Demonstranten haben in Kassel eine bessere Bildungspolitik gefordert. Redner warfen der Politik vor, die Probleme zu ignorieren.

Aktualisiert am Samstag, 15.30 Uhr: Bessere Bedingungen in Kitas, Schulen und Hochschulen: Dafür demonstrierten Erzieher, Lehrer, Eltern und Schüler am Samstag in Kassel. Zur Demo aufgerufen hatten die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hessen (GEW), andere Gewerkschaften, der Landeselternbeirat und Schüler- und Studentenvertretungen. Dem Aufruf folgten nach Polizeiangaben 800 Menschen. Sie zogen vom Kulturbahnhof durch die Innenstadt zum Opernplatz.

Die Demonstranten verlangten unter anderem mehr Personal in Kitas und Schulen, kleinere Gruppen und Klassen, unbefristete Verträge für Lehrbeauftragte an Hochschulen und weniger Pflichtstunden für Lehrer. Die finanziellen Mittel seien da, wie Johannes Batton vom Bezirksvorstand der GEW Nordhessen sagte, „es fehlt aber an politischem Willen, das Geld in Bildung zu stecken.“ 

Die GEW fordert das Land Hessen dazu auf, 500 Millionen Euro in einem Sofortprogramm in Bildung zu investieren. „Es fehlt außerdem an Nachwuchs“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Birgit Koch. Durch mehr Personal werde der Beruf des Erziehers und Lehrers mehr wertgeschätzt und wieder attraktiver.

Betroffene berichteten während der Demo außerdem, wie es in Kita, Schule und Hochschule aussieht: Nico Rohrer, der in Kassel an der Elisabeth-Knipping-Schule eine Ausbildung zum Erzieher macht, sagte: „Erzieher wünschen sich nicht mehr Geld für sich selbst, sondern mehr Kollegen, damit sie jedem einzelnen Kind die Aufmerksamkeit schenken können, die es verdient.“

Und Frauke Banse von der Initiative "Uni Kassel Unbefristet", die sich für eine Entfristung von Uni-Beschäftigten einsetzt, stellte fest, dass 90 Prozent aller Lehrkräfte befristete Verträge haben: „Das schränkt die Beschäftigten in ihrer Zukunftsplanung ein.“

Sophie und Nadja, Studentinnen an der Uni Kassel, hörten der Kundgebung auf dem Opernplatz zu. Nadja wünschte sich, „dass mehr Sozialarbeiter an den Schulen eingesetzt werden“. Sie meint, dass das Problem der Unterbezahlung in den KiTas anfange und bis hin zur Universität erstrecke, wo Studenten als unterbezahlte, wissenschaftliche Hilfskräfte Tutorien halten. 

„Statt billigen Kräften für Vertretungsunterricht sollten lieber ausgebildete Pädagogen für angemessenes Gehalt eingestellt werden“, sagt sie, die selbst angehende Lehrerin ist. Alle Bildungsinstitutionen seien betroffen.

Mehr Beiträge zur Demo gibt es in unserem Stadtmagazin Kassel Live.

Auch in Frankfurt wurde protestiert. Die Organisatoren rechneten mit bis 5000 Menschen, die Polizei sprach zunächst von rund 1000 Teilnehmern. (mit dpa)

Demo in Kassel für bessere Bildung

Bildungsdemonstration: Die GEW Hessen und unter anderem verschiedene Gewerkschaften, Landeselternbeiräte sowie Schüler- und Studierendenvertretungen fordern bessere Bedingungen innerhalb von Kitas, Schulen und Universitäten. Die Demonstranten ziehen zum Opernplatz, wo gegen 11.50 Uhr eine Abschluss-Kundgebung stattfindet.Foto: Andreas Fischer
nein © Andreas Fischer
Bildungsdemonstration: Die GEW Hessen und unter anderem verschiedene Gewerkschaften, Landeselternbeiräte sowie Schüler- und Studierendenvertretungen fordern bessere Bedingungen innerhalb von Kitas, Schulen und Universitäten. Die Demonstranten ziehen zum Opernplatz, wo gegen 11.50 Uhr eine Abschluss-Kundgebung stattfindet.Foto: Andreas Fischer
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Bildungsdemonstration: Die GEW Hessen und unter anderem verschiedene Gewerkschaften, Landeselternbeiräte sowie Schüler- und Studierendenvertretungen fordern bessere Bedingungen innerhalb von Kitas, Schulen und Universitäten. Die Demonstranten ziehen zum Opernplatz, wo gegen 11.50 Uhr eine Abschluss-Kundgebung stattfindet.Foto: Andreas Fischer
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Bildungsdemonstration: Die GEW Hessen und unter anderem verschiedene Gewerkschaften, Landeselternbeiräte sowie Schüler- und Studierendenvertretungen fordern bessere Bedingungen innerhalb von Kitas, Schulen und Universitäten. Die Demonstranten ziehen zum Opernplatz, wo gegen 11.50 Uhr eine Abschluss-Kundgebung stattfindet.Hannah Kriebel, Birgit Koch, GEWFoto: Andreas Fischer
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Bildungsdemonstration: Die GEW Hessen und unter anderem verschiedene Gewerkschaften, Landeselternbeiräte sowie Schüler- und Studierendenvertretungen fordern bessere Bedingungen innerhalb von Kitas, Schulen und Universitäten. Die Demonstranten ziehen zum Opernplatz, wo gegen 11.50 Uhr eine Abschluss-Kundgebung stattfindet.Birgit Koch, GEWFoto: Andreas Fischer
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Bildungsdemonstration: Die GEW Hessen und unter anderem verschiedene Gewerkschaften, Landeselternbeiräte sowie Schüler- und Studierendenvertretungen fordern bessere Bedingungen innerhalb von Kitas, Schulen und Universitäten. Die Demonstranten ziehen zum Opernplatz, wo gegen 11.50 Uhr eine Abschluss-Kundgebung stattfindet.Foto: Andreas Fischer
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Bildungsdemonstration: Die GEW Hessen und unter anderem verschiedene Gewerkschaften, Landeselternbeiräte sowie Schüler- und Studierendenvertretungen fordern bessere Bedingungen innerhalb von Kitas, Schulen und Universitäten. Die Demonstranten ziehen zum Opernplatz, wo gegen 11.50 Uhr eine Abschluss-Kundgebung stattfindet.Foto: Andreas Fischer
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