Tausende Besucher

Tattoomenta in Kassel: Gute Motive sind hier Hautsache

Kassel. Das Surren der Tätowiernadeln erfüllt die documenta-Halle: Ein untrügliches Zeichen dafür, dass wieder Tattoomenta-Zeit ist. Die zehnte Auflage der Tätowier- und Piercingmesse zog zu Beginn Tausende Besucher an.

Aktualisiert am Sonntag, 16.45 Uhr - Tattoomenta-Gründerin Jennifer Franke aus Kassel blickt auf eine Erfolgsgeschichte zurück und ist dankbar für die treuen Fans. So ist der Ansturm auch zum Messe-Start am Samstag wieder groß.

Dies galt nicht nur für die Besucher, die brav vor der documenta-Halle warteten, bis sie reinkamen, sondern auch für die internationalen Tattoo-Künstler, die eingeladen waren. "Seit Juni war ich ausgebucht", sagt Franke.

Tattoos made in France: Die Tätowiererin Tamara aus Frankreich hat kein eigenes Studio. Sie reist als „Cherrytamtattoo“ durch die Welt und bietet ihre Arbeit an. Auf der Tattoomenta verpasste sie unter anderem Ingo aus Paderborn ein neues Tattoo.

120 Tätowierer präsentieren sich letztlich in Kassel und bieten noch bis Sonntagabend ihre Arbeit an. „Ich siebe im Vorfeld gründlich aus und wähle nur Bewerber aus, die ich guten Gewissens auf die Gäste loslassen kann“, sagt Franke. Weil sie schon so lange im Geschäft ist, kennt sie die meisten Tätowierer persönlich. Diesmal habe sie eine Warteliste von 50 Studios gehabt, die auch gerne nach Kassel gekommen wären.

So bunt ist die zehnte Tattoomenta in Kassel

Welche Kreise die Tattoomenta inwischen zieht, lässt sich an den Teilnehmern ablesen. Tätowierer aus Argentinien, Puerto Rico und Amerika sind dabei. Einige von ihnen haben kein eigenes Studios, sondern reisen von einer Veranstaltung zu anderen, um ihre Kunst unter die Menschen, beziehungsweise deren Haut zu bringen.

Ergänzt wird das Angebot der Tattoomenta wie immer von hippen Klamottenhändlern, die ihre Waren zum Teil selbst herstellen. Anders als die angebotene Bekleidung lassen sich Tattoos nicht so leicht wechseln. Eine Besucherin sprach offen an, dass sie sich für manche in ihrer Haut verewigte Jugendsünde schäme. "Du denkst mit 20, jedes Tattoo wird immer Teil deiner Geschichte sein, aber mit 30 würdest du dann noch gern einiges rückgängig machen", erzählt sie.

Wie wohl die meisten, die in die documenta-Halle gekommen waren, will sie dennoch nicht von ihrer Leidenschaft lassen. „Ich bin total zufrieden mit der Entwicklung. Es rührt mich zu sehen, wie sich die Fans zum Teil zurechtmachen, um auf die Tattoomenta zu gehen“, sagt Franke und freut sich auf das nächste Jahr

Mehr Infos zu Öffnungszeiten, Preisen und dem Show-Programm gibt es hier.

Rubriklistenbild: © Fischer

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