Schau läuft bis 1. Mai 2018

Die Saurier sind wieder los: Neue Sonderausstellung im Naturkundemuseum

Auge in Auge: Museumsvolontärin Mirella Hofmeister mit einem der ausgestellten Saurier.

Kassel. Sie waren gigantisch, aber sie sind ausgestorben: Dinosaurier. Eine neue Sonderausstellung im Kasseler Naturkundemuseum widmet sich nicht allein den Urzeit-Vertretern, sondern allen Saurierarten, von denen viele bis heute auf der Erde leben.

Denn auch das können Besucher in der ab Samstag geöffneten Ausstellung lernen: Saurier bedeutet schlicht „Echse“ und der Dinosaurier ist die „schreckliche Echse“.

Unter dem Titel „Saurier – Erfolgsmodell der Evolution“, tauchen die Besucher in die vielfältige Welt der Echsen ein, die 300 Millionen Jahre zurückreicht. Die Exponate – zum Teil Originalpräparate – stammen Großteils aus der Sammlung des Senckenberg Museums in Dresden, einem Ableger des gleichnamigen Museums in Frankfurt. Ergänzt werden diese durch Modelle der Kasseler Sammlung. Wie immer haben die Ausstellungsmacher um Museumsleiter Dr. Kai Füldner eigene Akzente gesetzt.

So werden die Saurier in eigens gestalteten Landschaftskulissen inszeniert: Füldner und sein Team haben Dschungel, Wüsten und Unterwasserwelten aufgebaut. „Wir sind ein haptisches Museum und setzten nur eingeschränkt auf digitale Technik“, sagt Füldner. Auf diese Weise können Besucher den Sauriern Auge in Auge gegenüberstehen.

Aber auch zu Lernen gibt es in der Ausstellung jede Menge: Zum Beispiel, dass viele Raubsaurierarten nicht nur Schuppen, sondern auch ein Federkleid trugen – darunter auch T-Rex. Oder das sich aus den Dinosauriern unsere heutigen Vögel entwickelt haben. Zunächst wuchs den Sauriern einen Flaum zur Wärmeisolation, später entstanden Federn, die aber zunächst allein dem Balzverhalten dienten. Erst nach einem weiteren evolutionärem Schritt seien die aerodynamischen Eigenschaften der Federn zum Tragen gekommen, erläutert Füldner.

Präsentiert werden auch säugetierähnliche Reptilien, von denen etliche Arten vor Abermillionen Jahren auch im heutigen Nordhessen lebten. „Die späteren Säugetiere lebten 120 Millionen Jahre lang parallel zu den Dinosauriern. Sie führten seinerzeit aber eher ein Schattendasein“, sagt Füldner. Trotzdem starben letztlich die Dinosaurier aus.

Beeindruckend ist das Originalpräparat eines Reptils, das bis heute durch unsere Meere streift: Die Lederschildkröte. Im Naturkundemuseum ist ein Exemplar zu sehen, das es auf 2,50 Meter Länge und drei Meter Spannweite bringt. Aber auch der ausgestellte japanische Riesensalamander – das größte lebende Amphibium – ist ein Hingucker. Und gegen die Fischsaurier, die von der Decke des Museums baumeln, wirkt der Weiße Hai wie ein Goldfisch.

Naturkundemuseum Kassel mit neuer Dinosaurier-Ausstellung

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