Quiz: Testen Sie ihr Wissen

Neue Wörter im Duden: Kennen Sie Flexitarier, Späti und futschikato?

Kassel. Die 27. Auflage des Dudens ist nun erhältlich: 5000 neue Wörter wurden aufgenommen, nicht alle erklären sich von selbst. Wir haben uns umgehört, was die Wörter bedeuten könnten.

Umfrage bei den Kasselern

„Späti ist bestimmt eine Person, die ständig zu spät kommt“, sagt Natalie Perschkow. Späti ist jedoch die Kurzform für Spätkauf, einem Laden, der außerhalb der üblichen Geschäftszeiten geöffnet hat. „Und Futschikato hat sicherlich etwas mit Japan zu tun“, sagt die 28-Jährige. Leider falsch, futschikato bedeutet kaputt, wie das Wort futsch. Perschkow hält es nicht für nötig, dass solche Wörter im Duden aufgenommen werden. „Die meisten Wörter nutze ich nicht im Alltag. Dafür gibt es andere.“

Natalie Perschkow, 28, aus Hamburg.

Quatsch, sagt auch Kathrin Sinning. Viele Wörter sagen der 41-jährigen Augsburgerin nichts. „Flexitarier, was ist das? Vielleicht hat das etwas mit Flexibilität zu tun. Aber das Wort kann ich nicht einordnen.“ Damit liegt sie nicht ganz falsch: Flexitarier, sind Menschen, die sich vegetarisch ernähren, aber nicht auf Fleisch verzichten, sondern es nur selten verzehren.

Noah Sinning hält es für sinnvoll, dass im Duden neue Wörter aufgenommen werden. „Die Sprache verändert sich nun einmal. Und die Leute nutzen sie.“ Flexitarier seien Menschen, die ins Fitnessstudio zum Flexen gehen. Das sei eine Übung beim Krafttraining. Und futschikato beschreibe eine Person, die etwas verschwende, glaubt der 18-Jährige. Englische Wörter erklärten sich meist von selbst: „Low Carb, das heißt, dass jemand wenig Kohlenhydrate zu sich nimmt.“ Richtig.

Kathrin und Noah Sinning (41 und 18), beide aus Augsburg.

Für Tiny Hielema aus Den Haag erklären sich englische Wörter ebenfalls von selbst. Die 67-Jährige hat Deutsch studiert und spricht die Sprache seit rund 30 Jahren fließend. „Work-Life-Balance ist einfach: Das bedeutet Ausgewogenheit von Arbeit und Freizeit. Und Selfies sind Fotos, die man von sich selbst macht. Meistens mit dem Handy.“

Tiny Hielema, 67, Den Haag. 

Dennoch finde sie es nicht gut, dass immer mehr englische Wörter in den Duden aufgenommen werden. „Event ist ein besonders schreckliches Wort. Plötzlich nutzte jeder dieses Wort. Wieso sagt man das nicht auf Deutsch?“

Und Flexitatrier? „Das ist ein Mittel, mit dem man flexibler wird. Das kann man in einem Café kaufen“, scherzt die 67-Jährige.

Rubriklistenbild: © dpa

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