Jugendamt zieht ein

Ehemaliges EAM-Hochhaus wird für Stadt umgebaut

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Soll bald umgebaut werden: Das EAM-Hochhaus, hier ein Blick von der Treppenstraße aus, wird für das Jugendamt der Stadt hergerichtet.

Kassel. Es ist eines der markantesten Bauwerke der 50er-Jahre in Kassel: Das denkmalgeschützte Hochhaus am Philipp-Scheidemann-Platz/ Ecke Treppenstraße.

Seit dem Bau 1955 gehörte es über Jahrzehnte der EAM.  

2011 wurde es an eine Kasseler Immobilienfirma verkauft, die sich auf Altbausanierungen spezialisiert hat. Nun will die Stadt Kassel das derzeit leer stehende Gebäude langfristig mieten, um in dem 35 Meter hohen Bau sämtliche Abteilungen des Jugendamtes unterzubringen.

Alle Jugendamt-Abteilungen künftig unter einem Dach

Damals: Ein Postkartenmotiv aus den 60er-Jahren von der Treppenstraße mit Hochhaus.

Dafür seien Umbauarbeiten im Hochhaus und ein Anbau im hinteren Bereich erforderlich, teilte ein Stadtsprecher auf HNA-Anfrage mit. Ziel sei es, das Jugendamt, dessen Abteilungen bisher über die Stadt verteilt untergebracht sind, an einem Platz zu bündeln. Das frühere EAM-Hochhaus war zuletzt durch Abteilungen des Regierungspräsidiums genutzt worden.

Wann genau die Stadt das Hochhaus beziehen kann, ist noch unklar. Zunächst müssten dort die Bauarbeiten erfolgen. Dazu liefen derzeit Gespräche mit dem Investor, sagt der Stadtsprecher.

Doch das Projekt steht unter Zeitdruck. Denn ein großer Teil des Jugendamtes, der bislang im Rathausflügel an der Karlsstraße beheimatet ist, muss die Fläche bald räumen. Denn der Rathausflügel soll komplett entkernt und saniert werden.

Sanierung schnellstmöglich

Weil das 25 Mio. Euro teure Sanierungsvorhaben am Rathaus größtenteils mit Geld aus dem Kommunalen Investitionsprogramm von Bund und Land finanziert werden soll, muss dies bis Ende 2020 abgeschlossen werden. Das bedeutet für den Umzug ins ehemalige EAM-Hochhaus, dass dieser so schnell wie möglich erfolgen muss.

Der Erweiterungsbau am EAM-Hochhaus solle im hinteren Bereich entstehen, wo sich bislang ein Parkplatz erstreckt, erläutert der Stadtsprecher. Über den aktuellen Eigentümer, der in das Gebäude investiert, schweigt sich die Stadt aus. 2011 hatte die Kasseler Brunsch & Meyer Grund und Boden AG das Objekt erworben. Ob sie nach wie vor Eigentümer ist und ob sie die Immobilie für die städtische Nutzung umbauen wird, dazu war bei der Firma am Freitag nichts zu erfahren.

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