Göttinger Firma eröffnet Eisdiele in der Innenstadt

Eislust kommt mit 200 wechselnden Sorten an den Kasseler Friedrichsplatz

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Bringen ihr erfolgreiches Konzept nach Kassel: Peter Gebhardt und Ute Edler betreiben in der Göttinger Innenstadt bereits zwei „Eislust“-Standorte. 

Die Randstraße am Kasseler Friedrichsplatz entwickelt sich immer mehr zur Gastronomiemeile: Im April will die Göttinger Firma Eislust dort eine Eisdiele mit besonderem Anspruch eröffnen.

Die Betreiber ziehen in das seit kurzem leerstehende frühere Optikergeschäft Brillen-Vesper ein. Peter Gebhardt und Ute Edler machen einiges anders als traditionelle Eisdielen im Italo-Stil – und finden damit in der südniedersächsischen Uni-Stadt großen Anklang. Ihr Angebot ist wie eine Wundertüte und umfasst an die 200 Sorten, von denen – ständig wechselnd – etwa zwei Dutzend vorrätig sind. Die Kunden werden bei „Eislust“ ständig überrascht mit Varianten wie Walnuss-Feige, Karotte, Wasabi, Rote Bete mit Apfel, Grüne Gurke oder Holunderblüte-Sekt-Orange.

„Nur die Klassiker Vanille, Schoko und Erdbeer müssen wir natürlich ständig da haben“, sagt der gelernte Einzelhandelskaufmann Gebhardt, der 2016 seinen ersten kleinen Laden in der Göttinger Innenstadt eröffnet hat. Schon ein Jahr später kam ein weiterer hinzu, um der Nachfrage Herr zu werden. Im heißen Sommer 2018 standen die Eisfreunde laut Gebhardt häufig in 30 Meter langen Schlangen vor dem Tresen: „Das war ein Riesenandrang.“

Ihre Sortenvielfalt beziehen die Betreiber von mehreren Manufakturen in Berlin und anderswo, die das Eis aus besten Zutaten und auf handwerkliche Art produzieren. Als „Konditorei-Eis“ bezeichnet Peter Gebhardt die Qualitätsstufe, die so entsteht. Auf die Frage, was den Unterschied mache, antwortet er diplomatisch: Nicht überall, wo ein italienischer Name außen dran stehe, würde auch qualitativ hochwertiges Eis hergestellt.

Bringen ihr erfolgreiches Konzept nach Kassel: Peter Gebhardt und Ute Edler betreiben in der Göttinger Innenstadt bereits zwei „Eislust“-Standorte. 

Bei „Eislust“ setzt sich der hohe Anspruch bis zu den Waffelhörnchen fort. Die gibt es klassisch, pechschwarz (mit Aktivkohle eingefärbt) oder vegan, wie es auch viele Sorten aus dem Eis-Angebot sind: „Wir haben besonders ein Auge auf die vegane Schiene, sagt Gebhardt.

Einen Unterschied machen wollen die Eislust-Betreiber auch beim Ladendesign. Das kommt lindgrün, leicht südfranzösisch und nach aktuellem Zeitgeschmack eines genuss- und gesundheitsbewussten Publikums daher. Am künftigen dritten Standort in Kassel wagen die Gründer einen neuen Schritt: Neben Eis auf die Hand sowie Kaffeespezialitäten soll es erstmals auch Sitzmöglichkeiten und eine Speisekarte mit Eisbechern geben. Auch in der kalten Jahreszeit wird "Eislust" geöffnet sein, dann zusätzlich mit Waffelspezialitäten im Angebot.

In Kassels Gastro-Szene gibt es derzeit viel Bewegung: Der vegane Imbiss „Zum glücklichen Bergschweinchen“ hat ein neues Zuhause gefunden, zudem eröffnet „Noras Gyros Bar“ neu in der Nordstadt und Simply Toast zieht an die Friedrich-Ebert-Straße.

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Kommentare

motzzzAntwort
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Dann machen Sie doch eine Eisdiele auf!

thodiAntwort
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Was ist da der Unterschied?

thodiAntwort
(0)(0)

Nicht nur in Kassel. Viele lassen sich ihr Eis mittlerweile zum größten Teil anliefern.

Kommentare

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