400 Gäste beim Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg

Empfang der IHK in Kassel: Digitale Teams auf Erfolgskurs

+
Optimistischer Blick nach vorn: Thomas Winzer (Inosoft), Martin Wanzleben (DIHK), Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann, IHK-Hauptgeschäftsführerin Sybille von Obernitz, IHK-Präsident Jörg Ludwig Jordan, Kai Reinhart (Micromata) und Florian Christ (Fino Digital) diskutierten über die Chancen der Digitalisierung.  

Kassel. Die nordhessische Wirtschaft brummt, das Exportgeschäft auch. Kein Wunder, dass am Freitagabend beim Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg (IHK) so etwas wie Goldgräberstimmung zu spüren war. Im Südflügel des Kulturbahnhofs waren überall nur strahlende, optimistische Gesichter zu sehen.

Angesichts der guten Stimmung konnten die 400 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik, darunter der Senior des erfolgreichen Melsunger Medizinprodukte-Konzerns B. Braun, Ludwig Georg Braun, es leicht verschmerzen, dass der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier wegen einer schweren Erkältung hatte absagen müssen.

Auch ohne den Spitzenpolitiker bekamen die anwesenden Unternehmer und Firmenvertreter genügend Inspiration, um die Zukunft anzupacken. Sie wollen allerdings nicht nach Edelmetall, sondern nach digitalem Gold schürfen. Geradezu euphorisch berichtete der neue IHK-Präsident Jörg Ludwig Jordan von seinem Besuch im Silicon Valley, der Software-Schmiede der USA und dem Teamgeist und den vielen Tesla-Elektroautos, die er dort gesehen habe.

Unternehmer müssten die Chance der Digitalisierung ergreifen. „Ich empfehle, Computer Science schon in der Grundschule einzuführen“, sagte Jordan. Überhaupt müsse die Politik die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Wirtschaft noch mehr fördern. Die IHK selbst werde die Unternehmen mit ihrem engagierten Team bei der Digitaliserung unterstützen. Die IHK nutzte ihren Empfang, um Mitgliedern Mut zu machen, auf dem Weg zur Industrie 4.0 beherzt voranzuschreiten. Wie erfolgreich man dabei sein kann, berichteten der Kasseler Start-up-Unternehmer Florian Christ (fino Digital GmbH), Kai Reinhard, Geschäftsführer des Kasseler Software-Spezialisten Micromata und Thomas Winzer von der IT-Beratungsfirma Inosoft in Marburg.

Für den Erfolg in der digitalen, globalisierten Welt benötigten Unternehmer aber auch die richtige geistige Einstellung, sagte Dr. Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags. Sie dürften sich von Hürden wie dem Brexit oder den US-Plänen für Zollschranken nicht beirren lassen. „Sie müssen sich positiv aufladen“, meinte er. Sogar mit den Russen könne man reden. 

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.