„Für alle total schade"

Große Enttäuschung nach Namikas Konzert-Absage im Kulturzelt Kassel

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So hätten sie viele gerne gesehen: Doch Sängerin Namika ist erkrankt und musste ihr Konzert in Kassel kurzfristig absagen.

Sie saß schon im Tourbus und war auf dem Weg nach Kassel, wo sie Dienstagabend auf der Bühne des Kulturzeltes stehen sollte. Doch dann kam für Sängerin Namika alles ganz anders.

„Der Tourbus sollte eigentlich schon am Montag in Kassel ankommen“, sagt Mathias Jakob vom Kasseler Kulturzelt. Doch der Künstlerin, die seit Januar bereits einige Auftritte aus gesundheitlichen Gründen absagen und sogar ihren Tourstart verschieben musste, war es nicht möglich, nach Kassel zu kommen. Konzertabsage.

Mehr noch: „Ich bin gesundheitlich nicht in der Lage, meine noch anstehenden Konzerte im Sommer zu spielen“, teilte die „Lieblingsmensch“-Sängerin am Montag nicht nur den Veranstaltern des Kulturzeltes mit, sondern auch all ihren Fans via Facebook. Sie habe sich bislang nicht vollständig regenerieren können und daher den Entschluss gefasst, keine Konzerte mehr in diesem Sommer zu spielen. „Es tut mir wirklich unendlich leid“, schreibt Namika weiter. Doch aus ärztlicher Sicht sei dieser Schritt der einzig Richtige. Derzeit fehle ihr die Kraft und sie müsse sich auskurieren, um wieder durchstarten zu können – eine Entscheidung, die sie schweren Herzens getroffen habe.

Diese Absage trifft nicht nur die Sängerin hart, sondern auch ihre Fans, die Vorband von Robin Damm aus Kassel und die Veranstalter des Kulturzeltes. Namika war der Hauptact der Kulturzeltsaison der neuen Veranstalter der Zeltkultur gGmbH. „Wir wünschen Namika das Allerbeste und eine schnelle Genesung“, sagt Mathias Jakob und fügt an, dass ihm die Absage für die Sängerin, aber auch für das Publikum leidtue. Auf den Auftritt der Popmusikerin hatten sich bereits seit Monaten viele Menschen gefreut, das Konzert war nach nur drei Wochen ausverkauft – so schnell, wie kein anderes in dieser Saison. 

Kein Ersatztermin möglich

Mathias Jakob, Zeltkultur

Dennoch: „Nur eine Konzertabsage bei 36 Konzerten, das ist ein ganz guter Schnitt“, sagt Jakob. Aber natürlich sei es besonders bitter, weil es ein ausverkauftes Konzert gewesen wäre. Doch fest stehe, „ein weggebrochenes Konzert bringt nicht das ganze Kulturzelt ins Wanken“. Jürgen Truß, ebenfalls von der Zeltkultur, sagt: „Ob wir mit einem Defizit rausgehen, wissen wir nicht. Wir sind als gemeinnützige gGmbH nicht auf Gewinn ausgelegt. Es ist eine knappe Kiste. Die Abrechnung gibt’s zum Schluss.“

Einen Ausweichtermin werde es bis zum Ende des Kulturzeltes am 31. August nicht geben, so Jakob. „Unser Zelt steht für Namika aber immer offen.“ Ein Auftritt im nächsten Jahr sei durchaus denkbar. Andere Künstler habe man in der Kürze der Zeit – es blieben den Veranstaltern nur wenige Stunden – nicht für den ausgefallenen Termin gewinnen können.

Statt einem vollen Zelt und einem schönen Konzertabend blieben den Veranstaltern am Dienstag nur Kosten (Security, Technik, Hotel und mehr) und entgangene Einnahmen (Event- und Gastrobereich). Wie hoch diese Summe ausfällt, wollte Jakob aber nicht beziffern.

Karten werden erstattet

Wichtig sei, dass das Publikum nicht auf seinen Kosten sitzen bleibe. Karten könnten bei den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden und wer seine Tickets online gekauft habe, werde vom Onlineanbieter über die weiteren Schritte benachrichtigt.

Robin Damm, Sängerin

Besonders enttäuscht ist die Kasseler Sängerin Robin Damm von dem Ausfall, sie sollte vor Namika auftreten. Ihr erstes Konzert im Kulturzelt, auf das sie sich mit ihrer Band vorbereitet hatte. „Wir wünschen Namika vor allem gute Besserung, die Gesundheit geht vor“, sagt Damm, „aber es ist natürlich für uns alle total schade, dass Namika nicht ins Kulturzelt kommt.“

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