Abschluss der Sanierung wird nicht wie geplant 2016 stattfinden

Eröffnung des Landesmuseums verzögert sich

Dauerbaustelle: Das Hessische Landesmuseum am Brüder-Grimm-Platz wird seit Jahren saniert und ist seit 2008 für das Publikum geschlossen. Seit über einem Jahr ist das Gebäude eingerüstet. Foto: Fischer

Kassel. Das seit 2008 geschlossene Hessische Landesmuseum am Brüder-Grimm-Platz wird nicht wie geplant im Sommer 2016 seine Tore wieder öffnen.

Die Wiedereröffnung verzögert sich auf unbestimmte Zeit. „Wir können den Abschluss der Sanierungsarbeiten zurzeit nicht terminieren“, sagte gestern Natascha Callebaut von der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) auf Anfrage der HNA.

Ursprünglich sollte das Hessische Baumanagement (HBM) das sanierte Haus Ende Juni an die MHK übergeben. Das 1913 von Theodor Fischer erbaute Museum sollte anschließend von den Experten der MHK wieder eingerichtet werden. Die Vitrinen sind bereits aufgestellt, sagte Callebaut gestern.

Geplant war, dass die Sammlung – Exponate zur Landesgeschichte seit der Steinzeit – ab Sommer 2016 für die Öffentlichkeit zugänglich sein sollte. Das ist jetzt hinfällig. Gründe für die Verzögerung konnte Callebaut gestern nicht nennen.

Seit über einem Jahr ist das Landesmuseum nun schon eingerüstet. Steinmetze haben vor Monaten die helle Sandsteinfassade des Gebäudes gereinigt. Umfassende Umbauarbeiten sind abgeschlossen, etwa die gläserne Überdachung der beiden Innenhöfe des Hauses. Die Innenhöfe wurden auf gleiche Höhe mit dem Antikensaal gebracht, sodass man sich später im Erdgeschoss komplett barrierefrei bewegen kann. Sie werden künftig Teil des Ausstellungsrundgangs sein. Auch die Unterkellerung ist abgeschlossen. Hier sind neue Lagerräume für das Museum entstanden. Insgesamt wurden durch die Umbauten 1000 Quadratmeter Ausstellungsfläche mehr gewonnen. Vorfreude war auch darauf entstanden, dass in diesem Sommer für erste Besichtigungen der Zugang zum Turm hergestellt werden sollte.

Zuletzt hatte Micha Röhring, Entwicklungsplaner bei der MHK, gegenüber der HNA angegeben, dass der Kostenrahmen in Höhe von 30 Millionen Euro nicht überschritten wird.

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