Stadt erhöht Sicherheitsvorkehrungen

Erstmals Einlasskontrollen bei Neujahrsempfang in Kassel

Rappelvolles Rathaus: Den Neujahrsempfang des Stadt Kassel besuchen bis zu 1500 Menschen. In diesem Jahr wird es aus Sicherheitsgründen erstmals Einlasskontrollen geben. Unser Foto entstand beim Empfang im vergangenen Jahr. Archivfoto: Schachtschneider

Kassel. Die Stadt Kassel wird bei ihrem Neujahrsempfang im Rathaus in diesem Jahr erstmals Einlasskontrollen vornehmen. Dazu habe man sich aus Sicherheitsgründen entschlossen.

Das teilte Stadtsprecher Sascha Stiebing auf Anfrage der HNA mit.

Bei dem Empfang, der am Samstag, 14. Januar, stattfindet, werde Sicherheitspersonal die Eingänge bewachen und gegebenenfalls die Taschen und Jacken der Besucher kontrollieren. Deshalb empfehle man Besuchern, frühzeitig zu kommen, sagte Stiebing. 

Sascha Stiebing

Die Veranstaltung, zu der bis zu 1500 Gäste erwartet werden, beginnt um 16 Uhr. Das Rathaus werde bereits ab 14.30 Uhr öffnen, sagte Stiebing. Zu dem Empfang hat sich auch der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier angekündigt, der ohnehin Polizeischutz genießt. Neben geladenen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft konnten sich auch interessierte Kasseler Bürger für die Veranstaltung anmelden.

Hinweise auf eine konkrete Gefährdung gebe es nicht, betonte Rathaussprecher Stiebing. „Aber angesichts der jüngsten Ereignisse wollen wir jeglichen Risiken entgegenwirken und ein Signal hinsichtlich des Sicherheitsempfindens setzen.“ Rathauspersonal werde die Sicherheitskräfte bei den Kontrollen unterstützen. Unverdächtige Gäste, die im Rathaus gut bekannt sind, werden sich also nicht filzen lassen müssen.

Nach der Veranstaltung werde man die vorgenommenen Sicherheitsmaßnahmen auswerten und entsprechende Konsequenzen ziehen, sagte Stiebing. „Möglicherweise werden wir solche Kontrollen künftig auch bei anderen Großveranstaltungen vornehmen.“ So werde auch geprüft, ob für den Rathaus-Sturm zu Karneval erhöhte Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Teilnehmer nötig seien.

Wie berichtet, hatte die Stadt bereits beim Weihnachtsmarkt in der Innenstadt besondere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. So wurden Betonpoller an den Zufahrten aufgestellt, um einem Angriff mit einem Lkw wie bei dem verheerenden Attentat in Nizza vorzubeugen. Nach dem Terroranschlag in Berlin nach demselben Muster wurden die Zahl der Schutz-Poller und die Polizeipräsenz nochmals erhöht.

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