Viele kommunale Kindertagesstätten in Region Kassel geschlossen

Warnstreik: Erzieherinnen kämpfen weiter

Gisela Horstmann

Kassel. 430 Beschäftigte aus Sozial- und Erziehungsberufen nahmen am Montag in Offenbach an einer Kundgebung zum dritten Warnstreik teil.

500 Erzieherinnen und Sozialarbeiter nahmen am Montag an der Kundgebung in Offenbach teil. Mit ihrem dritten Warnstreik bekräftigten sie ihre Forderung nach einer Aufwertung ihrer Tätigkeit. Allein aus Stadt und Landkreis waren rund 430 Beschäftigte aus Sozial- und Erziehungsberufen nach Südhessen gereist, um anlässlich der nunmehr fünften Verhandlungsrunde ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Insgesamt neun Busse waren nach Auskunft von Ver.di in Nordhessen gestartet. Während des Warnstreiks blieb in der Region Kassel ein Großteil der kommunalen Kindertagesstätten geschlossen. So wurde in der Stadt in zehn von insgesamt 33 städtischen Kindertagesstätten ein Notdienst angeboten. Bestreikt wurden nach Auskunft von Kreissprecher Harald Kühlborn auch Kitas in Ahnatal, Fuldatal, Baunatal, Fuldabrück, Niestetal, Söhrewald und Lohfelden. Auch hier wurden von den Kommunen Notdienste organisiert. Allein in der Gemeinde Kaufungen waren laut Hauptamtsleiter Carsten Marth sechs Einrichtungen von Warnstreiks betroffen. Den Notdienst in den Kitas „Im Feldhof“ und „Zur schönen Aussicht“ nahmen 37 Kinder von insgesamt rund 480 betreuten Kindern in Kaufungen in Anspruch.

Betreuung organisiert

Da die Eltern rechtzeitig über die gestrige Schließung der Kindertagsstätten informiert wurden, hätten die meisten eine Betreuung ihrer Kinder beispielsweise durch Großeltern oder Freunde organisiert. So habe der Warnstreik auch in Kassel zu keinen großen Auswirkungen geführt, sagt auch Stadtsprecher Sascha Stiebing.

Ver.di-Gewerkschaftssekretärin Gisela Horstmann hofft, dass Bewegung in diese Verhandlungsrunde kommt: „Bislang haben wir von den Arbeitgebern keinen Vorschlag zu unseren Forderungen bekommen.“ Die Erzieherinnen und Sozialarbeiter fordern eine höhere Eingruppierung, die ihnen Gehaltssteigerungen von durchschnittlich zehn Prozent bringen würde.

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