Essbare Stadt in Kassel 

Apfelsaft aus eigener Ernte

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Eigene Apfelsaft-Herstellung: Bevor die geernteten Äpfel geschreddert und gepresst werden, werden sie von Mike Euler (von links), Rotraud Reiners, den Vereinsvorsitzenden Karsten Winnemuth und Frank Hubmann gereinigt und von angefaulten Stellen befreit.

Naturreinen Apfelsaft von den eigenen Äpfeln herstellen – das konnten die Kasseler Bürger im Oktober an insgesamt vier Terminen in Bettenhausen und im Forstfeldgarten.

Der Verein Essbare Stadt in Kassel hat sich zur Apfelsaison wieder eine Kernobstschneidemühle und eine kleine Apfelsaftpresse geliehen und bot bereits zum sechsten Mal ein Apfelsaft-Pressen an. Dabei werden die Früchte zunächst gewaschen und von faulen Stellen befreit. Nach dem Schreddern der Äpfel wird die Apfel-Maische in die Presse gefüllt und gut verschlossen. 

Mit bis zu drei Bar Wasserdruck in einem dehnbaren Beutel wird nun der Saft aus der Apfelmaische gepresst und das Ganze auf 80 Grad Celsius erhitzt. „Damit bleibt der Apfelsaft über eine gewisse Zeit haltbar, sodass auch im Frühjahr noch der naturreine Apfelsaft von den eigenen Äpfeln genossen werden kann“, sagt Vereinsvorsitzender Karsten Winnemuth.

Auch Schulen und Kindertagesstätten profitieren 

Im letzten Jahr haben sie so etwa 700 Liter besten Apfelsaft hergestellt, den sie in Fünf-Liter-Kanistern an die Apfelzulieferer abgeben oder an Kindertagesstätten und Schulen verkaufen. Aber auch andere nachhaltige und klimafreundliche Projekte hat sich die Kasseler Initiative „Essbare Stadt“ auf die Fahne geschrieben. So sind sie im Kasseler Osten mit ihrem KlimaKOSTmobil, einem Elektro-Lastenfahrrad unterwegs und treten für nachhaltige und umweltbewusste Ernährung ein. 

Neben dem Transport von Bau-, Bastel- und Bildungsmaterialien wird es für den Transport von Pflanzgut, für gemeinsame Ernte- und Verteilfahrten, als mobile Klimaküche oder als Smoothie-Mobil eingesetzt. Dabei werden immer der nachhaltige Gedanke und der Garten als Ort der Entspannung, Kommunikation und Vitalität angepriesen. Neben dem KlimaKOSTmobil sorgt der Verein auch für den urbanen Ausgleich in der Natur.

Auch eigene Bäume gepflanzt 

So haben sie mittlerweile in Zusammenarbeit mit dem Kasseler Gartenamt über 350 Bäume gepflanzt und zwei größere Streuobstwiesen alter Obstsorten zur Erhaltung der Insekten- und Vogelvielfalt angelegt. Weiter betreibt der Verein zwei Gemeinschaftsgärten im Forstfeld und Wesertor, wo die Bürger auf einer Parzelle gegen ein geringes Entgelt an einem Teilhabeprojekt selbst biologisch gärtnern können.

Neben dem gemeinsamen Pflanzen und Ernten, werden noch Baumpatenschaften vermittelt, gemeinsame Aktionen wie das Apfelsaftpressen oder Herstellen von Quittensenf und Walnuss-Pesto sowie Workshops und Stadtteilrundgänge veranstaltet. 

Der Klimaspekt ist in Kassel vielen Menschen wichtig. Wie diese Fridays4Futur Demonstration ende September zeigte.    znb

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