Neu- und Umbau des Firmensitzes

Evangelische Bank investiert zig Millionen in Kassel

+
Wird komplett umgebaut und erweitert: Der Sitz der Evangelischen Bank entlang der Fünffensterstraße (Bildmitte) sowie an der Ecke Ständeplatz/Fünffensterstraße (links) in Kassel. Archivfotos: Evangelische Bank/nh

Kassel. Die Evangelische Bank (EB) investiert in großem Stil in ihren Firmensitz, bekennt sich klar zut Kassel und wertet den Bereich Ständeplatz/Fünffensterstraße städtebaulich auf.

Wie Deutschlands größte Kirchenbank am Montag mitteilte, sollen das jetzige Hauptgebäude entlang der Fünffensterstraße (Postadresse Seidlerstraße 6) sowie das architektonisch wertvolle, denkmalgeschützte Gebäude Ecke Ständeplatz/Fünffensterstraße aus den 1950-er Jahren umfassend um- und ausgebaut werden.

Während dieses Gebäude (Ständeplatz 19), das bis vor kurzem noch das Arbeitsgericht als Mieter beherbergt hat, seine Form und Optik in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz weitgehend behalten soll, wird der jetzige Hauptbau der EB komplett entkernt, neu aufgebaut und zur Fünffensterstraße hin erweitert. Die dort befindliche öffentliche Parkfläche soll vorbehaltlich eines Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung verschwinden und Platz für den künftig größeren Bau machen.

Als Gründe für die Investition im mittleren zweistelligen Millionenbereich nennt der für Immobilien zuständige Generalbevollmächtigte des Kreditinstituts, Joachim Fröhlich, zum einen die in die Jahre gekommene Substanz des Baus aus den Jahren 1980/81 und dessen energetische Unzulänglichkeit. Zum anderen müsse Raum geschaffen werden für die geplante Aufstockung des Personals von derzeit 260 auf künftig 300 Mitarbeiter im Zuge der zunehmenden Digitalisierung und der stärkeren Kundenorientierung. „Wir müssen investieren. Zum Um- und Neubau gibt es keine Alternative“, sagte Fröhlich. Konkrete Pläne will die Bank am 24. Januar vorlegen, „wenn alle Details geklärt sind“, sagte Fröhlich.

Nur so viel: Den vorangegangenen bundesweiten Architektenwettbewerb hat das Kasseler Büro von Professor Alexander Reichel gewonnen. Geplant ist, den jetzigen Hauptbau im Stil des denkmalgeschützten Ensembles rund um den Ständeplatz zu errichten, um so dessen architektonische Linie ein Stück weit in die Fünffensterstraße zu tragen. Eingebettet in das gesamte Projekt ist die geplante Aufwertung der Fünffensterstraße zu einem wichtigen städtebaulichen Blickfang.

Nach Fertigstellung des Gesamtprojekts will die Evangelische Bank ihren Firmensitz in das denkmalgeschützte Haus an der Ecke Ständeplatz/Fünffensterstraße verlegen, das künftig über ein repräsentatives Foyer auch für gesellschaftlich-kulturelle Veranstaltungen mit kirchlichem Anstrich verfügen wird. Das soll aller Voraussicht nach Ende 2019 der Fall sein, wenn die Arbeiten planmäßig im dritten Quartal kommenden Jahres beginnen können.

Ausweichquartier gesucht

Für die Zeit der umfangreichen Bauarbeiten zieht die gesamte Bank um. Wohin ist noch unklar. Derzeit wird ein Gebäude in Innenstadtnähe gesucht, das das gesamte Institut samt Personal und Technik aufnehmen kann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.