Noch im Januar startet das neue Fahrradverleihsystem

Blau, leichter, andere Tarife: Nextbike verdrängt in Kassel nun Konrad

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So sehen sie aus: Die neuen Räder der Firma Nextbike werden von Janik Jilg (links) Werkstudent an der Uni Kassel und Simon Schmidt-Roßleben, Serviceleiter von Nextbike, aufgestellt. 

Kassel. Im Januar startet das neue Fahrradverleihsystem in Kassel: Nextbike verdrängt Konrad. Die Räder sind blau, leichter und es wird ein anderer Tarif gelten.

Geordnet und mit einem großen Hinweis-Schild versehen, stehen die neuen Fahrräder der Firma Nextbike blau leuchtend vor dem Bistro K10 der Universität Kassel.

Janik Jilg, Werkstudent an der Uni Kassel und Simon Schmidt-Roßleben, Serviceleiter von Nextbike aus Leipzig, stellen die Lenker ein, montieren die Sättel und Pedale. Auf die Hinterradverkleidung kleben sie Werbeflächen. „In den nächsten zwei Wochen haben wir noch einiges zu tun“, sagt Schmidt-Roßleben. Dann sollen die neuen Räder an allen Standorten stehen. „Die wichtigsten Station bedienen wir allerdings zuerst“, sagt Schmidt-Roßleben. Neben den beiden Stationen an der Uni haben wir die am Rathaus, in der Innenstadt und an der Friedrich-Ebert-Straße als erstes bedient.

Seit Jahresbeginn kooperiert der Asta mit dem Unternehmen aus Leipzig. Nextbike wurde für die nächsten fünf Jahre mit dem Betrieb des öffentlichen Fahrrad-Vermietsystems beauftragt. Das markante Blau der neuen Fahrräder fällt einem sofort auf. Das satte Grün der alten Konräder ist damit endgültig Geschichte.

Die bisherige Flotte von 500 Fahrrädern wird durch 400 fabrikneue Räder ersetzt. Die alten Räder werden zunächst von der Stadt eingelagert. Wo genau die alten Konräder gelagert werden, verrät die Stadt auf Anfrage der HNA allerdings nicht, um Diebstähle zu vermeiden.

Die neuen Räder sind auch deutlich leichter als die alten Konräder, die bis zu einen halben Zentner gewogen haben. Für das bergige Kassel mit knackigen Steigungen auf vielen Hauptverkehrsstraßen waren diese nicht sonderlich geeignet.

Auch die Tarife beim neuen Anbieter Nextbike ändern sich. Nur wer Nextbike den ganzen Tag über nutzt, fährt billiger, für kürzere Fahrten wird es ohne Vergünstigungen deutlich teurer. Der Basistarif beträgt einen Euro pro halbe Stunde. Ab der fünften Stunde zahlt man pauschal den Tagessatz von neun Euro. Vorher kostete eine ganze Stunde einen Euro und der Tageshöchstsatz ab der zehnten Stunde lag bei zehn Euro.

Studenten fahren wie bisher die erste volle Stunde kostenlos, danach gilt auch für sie der Tarif von einem Euro pro halbe Stunde. Allerdings liegt der Tageshöchstsatz ab der fünften Stunde für sie bei fünf Euro. Zudem können sie drei Räder gleichzeitig ausleihen.

Die 56 Stationen im Stadtgebiet werden zunächst übernommen, sollen jedoch dem Nutzungsverhalten angepasst werden, wodurch Stationen verlegt, geschlossen oder neu eröffnet werden könnten. Der Asta hofft beispielsweise auf eine neue Fahrrad-Station am Studentenwohnheim an der Moritzstraße am Campus Holländischer Platz.

Da die Konrad-Konten gelöscht wurden, ist eine Registrierung im Internet unter https://secure.nextbike.net/de/de/registrierung/ oder telefonisch unter 030/69 20 50 46notwendig. Am Telefon kostet die Registrierung einmalig drei Euro, online ist sie kostenlos. Am einfachsten können die Räder mit der Nextbike-Smartphone-App ausgeliehen werden.

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