"Berts Friterie" eröffnet in Kölnischer Straße

Mit kanadischem Fast-Food will neuer Pommes-Laden Kassel erobern

Kassel. Im kanadischen Quebec gilt sie längst als Nationalspeise – nun soll sie auch in Kassel eingebürgert werden: Die Poutine. Aber was ist das überhaupt?

Soviel vorweg: Mit dem russischen Kreml-Chef hat das Ganze nichts zu tun. „Innen matschig, außen kross“, so die Beschreibung von Sebastian Lukasch. Zusammen mit seinem Freund Dirk Waldeck eröffnet er diesen Samstag „Berts Friterie“ – Kassels ersten Poutine-Laden. 

Poutine, das ist einfach gesagt eine Kombination aus Pommes und Käse, darüber Bratensauce. Klingt nach einer fettigen Angelegenheit, ist es auch. „Natürlich ist das eine Kalorienbombe, keine Frage“, sagt Lukasch. „Es zählt als Fast-Food, ist aber gleichzeitig frisch.“ Für die Frische sorgen Toppings wie Gemüse, Rucola, Sour Cream oder Guacamole. Denn neben der klassischen Poutine aus Pommes, Sauce und Käse bieten die beiden sechs Poutine-Kreationen an. 

Eine davon nennt sich „Hot Chilli Cheese“ und hat es in sich. Neben einer großen Portion „Berts Fritten“ – die Kartoffeln stammen aus Holland und werden mit Schale frittiert – vereinen sich Chili con Carne, irischer Cheddar-Käse und pikante Jalapenos. 6,50 Euro kostet die Portion. Besonders stolz ist man in Berts Friterie allerdings auf die „Istanbul-Delight“-Poutine. Die haben Sebastian und Dirk selbst erfunden, inspiriert von den traditionellen türkischen Köfte, das sind gegrillte oder gebratene Hackfleischbällchen. 

Inspiration aus Belgien und Holland

Auf die Idee, einen eigenen Poutine-Laden aufzumachen, kamen die beiden Freunde durch regelmäßige Besuche in Holland und Belgien. Hier haben die Kasseler ihre Liebe für die Fritte entdeckt – und sie nun mitsamt Bratensauce in die Heimatstadt gebracht. 

„Das Besondere an Berts Fritten ist die Art, wie sie zubereitet werden“, sagt Koch Jonas Weber. Er ist einer von sieben Mitarbeitern, die ab Samstag hinter der Theke Poutine zubereiten werden. Bis vor Kurzem hat der 36-Jährige noch für den Kasseler Grischäfer gekocht. „Die Kartoffeln werden gröber geschnitten und mitsamt der Schale doppelt frittiert.“ Das passiere bei möglichst niedriger Temperatur, erklärt Jonas. „So behalten die Pommes ihren kartoffeligen Geschmack.“ Bei wie viel Grad die Fritten wie lange und mit welchem Öl frittiert werden, bleibt Jonas' Geheimnis. „Das entscheidet darüber, wie gut die Fritten am Ende schmecken“, sagt er. 

Mit ihrem Laden treten Sebastian und Dirk in die Fußstapfen der Metzgerei Löffler, die bis Ende vergangenen Jahres in dem Eckladen verkauft hat. Ob ihr Poutine-Laden ein Erfolg wird, können die beiden nicht einschätzen. Wir sind froh, wenn es endlich los geht“, sagen sie. Um 11 Uhr wird Berts Friterie am Samstag seine Pforten öffnen. 

Als Eröffnungsangebot gibt es dann die ersten 1000 Pommes umsonst, die Poutine inklusive Getränk für nur fünf Euro. 

Info: Berts Friterie, Kölnische Straße 2, 34117 Kassel. Geöffnet ist täglich von 11 bis 20 Uhr. 

Rubriklistenbild: © Mona Linke 

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