Top-Restaurant mit kleiner Schwester

Feinkost und Mittagstisch im "Àpetit" aus Küche des "Humboldt 1a" in Kassel

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Für die Mittagspause oder zum Mitnehmen für daheim: Im „Àpetit“bei (von links) Johannes Günther, Susann Jakovlev und Alexej Jakovlev kann man zwanglos, aber in gehobener Restaurant-Qualität essen.

Das Humboldt 1a, eines von Kassels führenden Restaurants, hat an der Wilhelmshöher Allee 69 einen kleinen Schwesterbetrieb bekommen.

Im „Àpetit Kassel“ gibt es werktags ab 12 Uhr warme Tagesgerichte und Suppen sowie Speisen im Einmachglas zum Mitnehmen für daheim. Alles kommt auf Restaurant-Niveau von den Küchenchefs, die abends im Lokal an der Humboldtstraße wirken. Und auch Caterings für bis zu 80 Personen kann man in dem kleinen Laden neben der früheren Arztnotrufzentrale bestellen.

Die Atmosphäre dort ist zwanglos, das Speisenangebot verlockend: Neben wechselnden Tellergerichten wie beispielsweise Kalbsbäckchen oder Maispoulardenbrust gibt es eine Suppe, die in der Regel als eine der veganen Optionen gekocht wird. Die Preise passen trotz der gebotenen Qualität noch ins Mittagspausen-Budget.

Vor allem Beschäftigte umliegender Betriebe sowie der nahen Ingenieurschule kehren mittags gern im „Àpetit“ ein, das von Humboldt 1a-Küchenchef und -Mitinhaber Alexej Jakovlev und seiner Frau Susann ins Leben gerufen wurde. Die gelernte Restaurantfachfrau ist auch Inhaberin des formal eigenständigen Betriebs, in dem auch Souschef Johannes Günther vom Humboldt 1a tagsüber aktiv ist.

Warum betreibt man so einen Laden neben dem Hauptjob in einer ambitionierten Restaurantküche? Susann und Alexej Jakovlev haben eine entwaffnend simple Antwort darauf: Weil man als junge Familie möglichst viel Lebenszeit miteinander verbringen will, statt bloß nach einem langen Gastro-Arbeitstag heimzukommen, wenn alle schon im Bett sind.

Weil die Jakovlevs ganz in der Nähe beider Lokale wohnen, passe alles gut zusammen, sagt Susann Jakovlev: „Wir bringen erst unsere Kinder in die Kita, dann fahren wir zusammen Ware einkaufen – das ist schon ein Ritual“.

Ihr Mann Alexej ergänzt: „Weil das Humboldt 1a montags und dienstags Ruhetag hat, können wir dann schon viel für die Woche vorbereiten.“ In der Küche des Restaurants würden neben den Speisen fürs dortige Abendgeschäft zugleich auch die Angebote fürs „Àpetit“ mit vorbereitet. „Wenn wir schon mal dabei sind, macht es nichts aus, wenn wir von manchen Sachen gleich etwas mehr herstellen“, sagt Johannes Günther.

Auch Johannes Wicke, der das Humboldt 1a im Jahr 2013 mit einem anderen Partner gegründet hatte, findet die Verbindung schlüssig. Beide Standorte könnten durch wechselseitige Werbung voneinander profitieren, sagte er während eines kleinen Probierfests, mit dem das „Àpetit“ für seine Angebote warb.

Service: Àpetit Kassel, Wilhelmshöher Allee 69, geöffnet Di.–Fr. von 12 bis 17 Uhr, Tel. 0176 / 936 419 94, apetit-kassel.de

Von Axel Schwarz

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