52-jähriges Opfer war am Kopf schwer verletzt

Festnahmen nach Schuss auf Juwelier in Kassel

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Der Tatort Leipziger Straße in Bettenhausen: Hier wurde der Schmuckhändler angeschossen.

Kassel. Ein 37-jähriger Mann aus Schleswig-Holstein ist tatverdächtigt, am 9. Februar auf einen Juwelier in Bettenhausen geschossen zu haben. Auch drei Kasseler wurden festgenommen.

Das 52-jährige Opfer war am Kopf schwer verletzt worden. Der Täter war mit Schmuck und Geld vom Tatort geflüchtet. Nach Angaben von Polizeisprecher Torsten Werner und Dr. Götz Wied, Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel, wurden am vergangenen Freitag nach intensiven Ermittlungen der Kriminalpolizei drei Männer und eine Frau festgenommen, die verdächtigt werden, in Verbindung mit dem versuchten Tötungsdelikts zu stehen.

Neben dem 37-Jährigen aus Schleswig-Holstein wurden zwei 31 und 36 Jahre alte Männer und eine 41-jährige Frau, die alle drei in Kassel wohnen, festgenommen.

Während sich der dringende Tatverdacht wegen des versuchten Tötungsdelikts gegen den 37-Jährigen richtet, seien bei der Frau bei einer Fahrzeugkontrolle an der A 7 bei Göttingen Schmuckstücke aus der Tat sichergestellt worden. Sie sowie die beiden 31 und 36 Jahre alten Männer sind nach Abschluss der ersten Ermittlungen wieder auf freien Fuß.

Der 37-Jährige, gegen den auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft ein Haftrichter am Amtsgericht einen U-Haftbefehl erlassen hatte, war ebenfalls am Freitag in seiner Wohnung in Norddeutschland festgenommen worden. Er wurde in die JVA Lübeck-Lauerhof gebracht. Die Ermittlungen dauern an.

Ist das Opfer ein Hehler?

Aber nicht nur die vier Tatverdächtigen stehen im Visier der Ermittler, sondern auch das Opfer. Der 52-jährige Inhaber eines Geschäftes für Gold- und Schmuckankauf steht seit November 2017 wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Hehlerei vor der 11. Strafkammer des Landgerichts. Die Anklage wirft ihm vor, unter dem Deckmantel seines legalen Geschäftes Schmuckstücke aus Wohnungseinbrüchen zu einem Bruchteil des tatsächlichen Wertes angekauft zu haben. Nach der Tat war der Prozess unterbrochen worden, am Donnerstag soll der Prozess fortgesetzt werden. Letztens warteten Richter und Pressevertreter vergeblich beim Landgericht auf den Angeklagten und seinen Verteidiger. 

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