Premiere in Kassel

Flic Flac begeisterte bei Premiere 1500 Zuschauer

Kassel. 1500 Menschen feierten am Freitagabend die Premiere von der sechsten Auflage des Festivals der Artisten auf dem Friedrichsplatz im schwarz-gelben Flic-Flac-Zelt.

Manchmal hat man im Leben Glück, wenn man nicht zum Kreis der Auserwählten zählt. Am Ende jeder Vorstellung müssen zehn Besucher des Festivals der Artisten, das am Freitagabend im schwarz-gelben Flic-Flac-Zelt auf dem Friedrichsplatz Premiere feierte, bestimmen, welche Darbietung ihnen am besten gefallen hat. Am Ende des Festivals werden dann die drei beim Publikum beliebtesten Nummern mit Geldpreisen ausgezeichnet.

Die auserwählten Zuschauer haben in diesem Jahr eine besonders schwere Wahl. Das Programm der sechsten Auflage des Flic-Flac-Festivals ist hochkarätig und sensationell. Die Crème de la Crème der internationalen Artistik gastiert wieder in Kassel.

Alle 40 Künstler, die in zwölf Nummern das Premierepublikum begeisterten, haben absolute Hochachtung für ihr Können verdient. Die Show, die Freude und Herzklopfen verursacht, hat die 1500 Zuschauer zum Lachen, Zittern, Staunen und Schwitzen gebracht. Letzteres nicht nur, weil das Zelt sehr gut geheizt ist.

Aktualisiert am
Samstag um 13.15 Uhr

„Unglaublich“ und „Wahnsinn“ raunte es zum Beispiel durch die Reihen, als Rich Miteku ihren Körper in alle mögliche Richtungen verrenkte. Was für einen Durchschnittsmenschen schon beim Zuschauen Schmerzen verursacht, scheint für diese Spinnenfrau das Normalste der Welt zu sein. Sinnlich, kraftvoll, anmutig, einfach phantastisch ist die Kanadiern Valérie Inertie, die mit zwei Nummern begeisterte: Sie turnte und schwebte nicht nur an zwei Tüchern über der Manege, sondern verzauberte auch am Cyr Rad.

Für schwitzende Hände und Herzrasen sorgten „The Flying Cortes“ aus Kolumbien, die mit einer atemberaubenden Trapez-Show durch die Luft wirbelten und sich nach Drehungen wieder auffangen ließen. Diese Familie weiß, was es heißt, dass man sich aufeinander verlassen kann. Apropos Familie: Die Cortes sind auch mit der legendären Zirkusfamilie Wallenda aus den USA verwandt. Mit ihrer Pyramide zu siebt auf einem Hochseil bildeten sie den krönenden Abschluss der Show.

Akrobatikgymnastin Valérie Inertie

Die Wallendas, das ist nicht typisch Flic-Flac, sondern erinnert an den klassischen Zirkus aus der Kindheit. Wunderbar. Bei allen Altersklassen sorgten die beiden Komiker Housch ma Housch und Willer Nicolodi für Lachanfälle. Housch ma Housch, dessen Stimme an E.T. erinnert, weil er mit wenigen Worten (Hey, wow, kaputt) alles sagt, was er ausdrücken will. Willer Nicoldoi, weil er ein unglaublich guter Bauchredner ist.

Beide verstanden es, das Publikum in ihre Nummern einzubeziehen. Grandios. Bei der Begrüßung hatte Oberbürmeister Bertram Hilgen das Publikum aufgefordert, den Artisten viel Applaus zu spenden. Die benötigten diesen, wie die Pflanzen die Sonne zum Wachsen.

Bekommen die Pflanzen so viel Sonne wie das Kasseler Publikum Applaus gespendet hat, können wir uns im nächsten Jahr über blühende Landschaften freuen. Flic Flac gastiert bis 11. Januar 2015 auf dem Friedrichsplatz. Vorstellungen um 16 und 20 Uhr. Karten gibt es in allen HNA-Geschäftsstellen für 22 bis 49 Euro (zuzüglich Vorverkaufsgebühren).

Von Ulrike Pflüger-Scherb

Festival der Artisten: Premiere im Zirkus Flic Flac

Rubriklistenbild: © HNA/Koch

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