Sprengmeister eingetroffen

Fliegerbombe auf Gelände des ehemaligen Stadtbads Mitte gefunden

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Polizeiwagen am Stern: Der Fund der Fliegerbombe führte dazu, dass das Gelände in der Kasseler Innenstadt weiträumig abgesperrt wurde.

Kassel. Auf dem ehemaligen Gelände des Stadtbads Mitte (neben dem City Point) ist am frühen Montagnachmittag eine Fliegerbombe gefunden worden. Die Bombe wurde noch am Abend gegen 19 Uhr entschärft.

Alle aktuellen Infos zur Bombe gibt es auf kassel-live.de

Der Kampfmittelräumdienst aus Darmstadt kümmerte sich um die Entschärfung der Bombe. Die Evakuierung der Anwohner war gegen 18.40 Uhr abgeschlossen. Gegen 19 Uhr war die Bombe bereits entschärft. Der Sprengmeister aus Darmstadt war gegen 18 Uhr eingetroffen. 60 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt waren heute wegen des Fundes im Einsatz.

Die Kasseler Polizei wurde um 14.30 Uhr über den Fund der Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Baustellengelände des ehemaligen Schwimmbades an der Mauerstraße informiert.

Aktualisiert um 19.50 Uhr

Die direkt angrenzenden Straßen - Mauerstraße, Kurt-Schumacher-Straße und Hedwigstraße - waren für den Fahrzeug- und Fußgängerverkehr voll gesperrt. Laut Polizeisprecher Torsten Werner ging aber keine akute Gefahr von der Bombe aus. Trotzdem wurden alle im Sichtbereich des Fundorts liegenden Gebäude geräumt. Betroffen waren auch der City-Point und die Kurfürstengalerie sowie einige umliegende Wohnhäuser. Insgesamt waren 1500 bis 2000 Menschen von der Räumung betroffen. Dabei handelte es sich um Anwohner und Kunden, die zum Einkaufen in der Stadt waren.

Auch der öffentliche Nahverkehr war eingeschränkt. Die KVG schrieb via Twitter: "Wegen des Bombenfunds an der Hedwigstraße fahren Busse ab Hauptbahnhof über Lutherplatz zur Haltestelle Am Stern in beide Richtungen eine Umleitung. Die Tramlinien 7/8 fahren aktuell nicht über Scheidemannplatz sondern entlang der Königsstraße."

Laut einer Mitteilung der Stadt Kassel via Twitter wurden City Point und Kurfürsten Galerie gegen 15.45 Uhr bereits geräumt. Die Sporthalle der Martin-Luther-King-Schule war während der Entschärfung die Auffangstation für Bewohner der Kurt-Schumacher-Straße. Zudem gab die Stadt bekannt, es handele sich um Aufschlagzünder, keinen Säurezünder. Die Bombe verfügte laut Polizeiangaben über insgesamt zwei dieser Aufschlagzünder. Das Problem: einer der beiden Zünder an der Bombe war angerostet. Deshalb musste auf den Sprengmeister aus Darmstadt gewartet werden.

HINTERGRUND:

Die Arten von Zündern

Die Bombe, die am Montag in der Innenstadt gefunden wurde, verfügt über einen sogenannten Aufschlagzünder. Sie wurde ursprünglich so gebaut, dass sie beim Aufschlag auf den Boden (oder das jeweilige Ziel) explodiert.

Bei Säurezündern handelt es sich um chemisch-mechanische Zünder. In der Regel befindet sich ein Lösungsmittel in den Zeitzündern. Sie wurden bevorzugt im Zweiten Weltkrieg genutzt. Bomben dieser Art, die im Krieg nicht explodiert sind, sind sehr gefährlich. Zudem dürfen sie unter keinen Umständen bewegt werden.

Bombenfund auf Stadtbad-Mitte-Baustelle

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