Suche nach Blindgängern vor Abschluss

Fraunhofer-Institut entsteht nahe des Kasseler Hauptbahnhofes

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Hier kommt der Neubau hin: Das Gelände nahe des Kulturbahnhofs wird jetzt für das neue Institut vorbereitet.

Kassel. Das ehemalige Zollgelände nördlich des Hauptbahnhofes ist von Löchern übersät. Grund dafür ist die Suche nach Blindgängern. Zudem laufen die ersten Bauarbeiten für den Neubau des  Fraunhofer-Institutes für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE.

Im Spätsommer 2020 sollen 320 Institutsmitarbeiter in den futuristisch anmutenden Bau einziehen.

„Die umfangreiche Kampfmittelsondierung war eine Auflage des Regierungspräsidiums Kassel. Sie wird ungefähr noch zwei Wochen dauern“, sagt Ralf-Rüdiger Hoßbach vom IEE. Bislang sei nichts gefunden worden – mit Ausnahme von Resten einer bereits detonierten Bombe.

Gleichzeitig ist derzeit ein riesiges Bohrgerät im Einsatz, um Löcher für die Betonpfähle zu schaffen, auf denen das Gebäude gebaut wird. „Die Pfähle werden nicht in den Boden gerammt, sondern es werden Löcher gebohrt, in die der Beton gegossen wird“, erläutert Hoßbach, Verwaltungsleiter des IEE. Einige Probepfähle seien bereits gegossen worden, um die Stabilität zu testen.

Zudem sind Maschinen im Einsatz für die Erd- und Rohbauarbeiten. So werden derzeit die Straßen geschaffen, die zunächst für die Baufahrzeuge bestimmt sind, aber später auch das Areal erschließen werden, sagt Hoßbach.

60 Mio. Euro kostet das Fraunhofer-Institut in Kassel

60 Millionen Euro kostet das Bauvorhaben, das je zur Hälfte von Bund und Land finanziert wird. Bislang sind die Mitarbeiter des IEE auf vier Standorte im Stadtgebiet verteilt. Sie werden künftig in dem viergeschossigen Neubau Platz finden. Neben Büros und Seminarräumen sollen ein großes Technikum, mehrere Labors sowie eine „Leitwarte der Energiewende“ entstehen. Das Gebäude wird mit modernster Energietechnik ausgerüstet. So erfolgt die Kühlung im Sommer über einen großen Eisspeicher.

Zukunfstmusik: Das futuristisch anmutende Gebäude des neuen Fraunhofer-Institutes wird in dieser Grafik dargestellt.

Das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik, früher IWES, hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. 2008 waren dort noch 180 Mitarbeiter beschäftigt. Heute sind es 325. Auch die jährlichen Erträge aus der Forschungsarbeit haben sich in der Zeit mehr als verdoppelt: Von 10 auf 21,3 Millionen Euro.

Bei dem Neubau handelt es sich lediglich um den ersten Bauabschnitt. Geplant ist eine Erweiterung, in die nochmals 40 Mio. Euro investiert werden sollen.

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