Geld soll ins Lange Feld fließen

Friedrich-Ebert-Straße:  Umbau bis Bebelplatz vorerst verschoben

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Blick auf die Friedrich-Ebert-Straße: Der geplante Umbau von der Annastraße bis zum Bebelplatz ist vorerst verschoben. Die laufende Umgestaltung zwischen Ständeplatz und Annastraße wird aber fortgesetzt.

Kassel. Der ursprünglich geplante Umbau der Friedrich-Ebert-Straße in den Abschnitten Annastraße bis Friedenskirche und von dort bis zum Bebelplatz ist auf unbestimmte Zeit verschoben.

Die einst dafür eingeplanten Investitionen sollen in den beschleunigten Bau des Gewerbegebiets Langes Feld in Niederzwehren fließen. Nicht betroffen von der Umschichtung ist die laufende Umgestaltung und Sanierung der Friedrich-Ebert-Straße im Abschnitt zwischen Ständeplatz und Annastraße. Diese wird wie geplant Ende dieses Jahres abgeschlossen.

In ihrer jüngsten Sitzung beschlossen die Kasseler Stadtverordneten, 3,1 Mio. Euro so genannter Verpflichtungsermächtigungen, die für den Umbau der Friedrich-Ebert-Straße vorgesehen waren, für das Lange Feld zu verwenden. Mit Verpflichtungsermächtigungen beauftragt die Stadtverordnetenversammlung die Stadt, finanzielle Verpflichtungen einzugehen, die über das laufende Haushaltsjahr hinausgehen.

Mit der Entscheidung der Stadtverordneten, der sich nur die Kasseler Linken und die Fraktion „Freie Wähler/ Demokratie erneuern“ widersetzten, ist die Stadt nun in der Lage, gleich mehrere Bauabschnitte des Gewerbegebietes noch in der ersten Jahreshälfte 2015 europaweit auszuschreiben. Weil der dafür benötigte Finanzbedarf über den im Haushalt 2015 veranschlagten Mitteln von 6,1 Mio. Euro liegt, waren zusätzliche 3,1 Mio. Euro nötig. Mit dem Geld soll die Erschließung des Langen Feldes und der Umbau der Anschlussstelle an der A 49 angeschoben werden.

Im Jahr 2009 hatten die Stadtverordneten den Umbau der Friedrich-Ebert-Straße beschlossen. Es gab auch entsprechende Vorplanungen für die westlichen Abschnitte der Friedrich-Ebert-Straße in Richtung Bebelplatz. Auch dieser Bereich sollte umgestaltet werden. Das dieses Vorhaben nun zunächst auf Eis liegt, bedauert Ortsvorsteher der Ortsvorsteher des Vorderen Westens, Steffen Müller (Grüne). Weil die Abschnitte aber noch in einem akzeptablen Zustand seien, gebe es auch keinen akuten Handlungsbedarf. „Es hätte sich vor allem um eine Verschönerung gehandelt“, sagte Müller. (bal)

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