Bis Juni soll er schön sein

Veranstaltungen haben Friedrichsplatz ramponiert – Ab Montag wird Rasen erneuert

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Grünfläche mit grauen Flecken: Ab Montag wird die Rasenfläche auf dem Friedrichsplatz erneuert. Danach darf die Grünfläche für einige Wochen nicht betreten werden. Auch die Wege sollen instand gesetzt werden. Foto: Zgoll

Kassel. Der Friedrichsplatz präsentiert sich zu Beginn des Frühlings in keinem guten Zustand: Die Rasenfläche besteht an einigen Stellen mehr aus Sand und Erde als aus Gras. Der Platz ist voller Löcher und uneben. Documenta, Hessentag und der Zirkus Flic Flac haben ihm stark zugesetzt.

Das möchte die Stadt ab Montag ändern. Dann beginnen die Bauarbeiten: Der Rasen wird erneuert, die Wege werden instand gesetzt.

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Das teilten Stadtbaurat Christof Nolda und Regula-Maria Ohlmeier, Leiterin des Umwelt- und Gartenamtes, jetzt mit. Die Kosten für die Arbeiten betragen 100 000 Euro. Das Geld stamme noch vom Hessentag. Es handelt sich also um Geld des Landes Hessen, das der Stadt zur Verfügung gestellt wurde und übrig geblieben ist. Ein Teil der Summe stamme aber auch von Veranstaltern wie dem Zirkus Flic Flac. Diese sind per Vertrag verpflichtet, für die Instandsetzung der Flächen zu bezahlen. Dafür gebe es vorher und nachher extra eine Abnahme, sagte Nolda.

„Wir wollen den Friedrichsplatz wieder mehr zur Geltung kommen lassen“, sagte Nolda. Den aktuellen Zustand habe er nicht verdient. Deshalb soll der Platz in diesem Jahr weniger genutzt werden. Das heißt: Nur der Zirkus Flic Flac werde im Winter dort sein Zelt aufbauen, sagte Nolda. Bei der Sanierung handele es sich um eine der „gründlichsten der vergangenen Jahre“, sagte Ohlmeier.

Außerdem prüfe man derzeit andere Plätze und Flächen, damit der Friedrichsplatz in Zukunft weniger als Veranstaltungsfläche genutzt wird. Der schöne Platz vor dem Fridericianum solle möglichst frei bleiben, sagte Nolda.

Der Friedrichsplatz im RegioWiki

In einem ersten Abschnitt soll ab Montag innerhalb von zwei Wochen bis 25. April das Problem des ramponierten Rasens in Angriff genommen werden. Zunächst werde ein Gemisch aus Oberboden und Sand auf der Fläche ausgebracht. Eine Maschine verbinde dann den bisherigen Boden mit diesem Substrat.

Schließlich werde vorgekeimtes Saatgut eingebracht. „Die Rasenfläche darf dann für einige Wochen nicht betreten werden und wird abgesperrt“, sagte Ohlmeier. Die Amtsleiterin rechnet mit bis zu sechs Wochen. Im Juni soll der Platz wieder nutzbar sein.

In diesem Jahr habe man sich gegen die teurere Variante des Rollrasens entschieden, weil sie im Gegensatz zu den Vorjahren mehr Zeit hätten, die Flächen in Ordnung zu bringen.

Nachdem der Rasen ausgesät ist, sollen dann zudem die Wege erneuert werden. Die Ausschreibung für die Bauarbeiten läuft aber aktuell noch, sagte Ohlmeier. Fotos: Dilling/Koch

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