Fläche steht seit gut zwei Jahren leer

Früheres Sportarena-Gebäude wird zentraler Ort der documenta 15

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Steht seit gut zwei Jahren leer: der Kaufhausbau an der Ecke Obere Königs- und Treppenstraße.

Spannende Pläne gibt es für das seit zwei Jahren leer stehende Sportarena-Kaufhaus in Kassels Innenstadt: Bereits seit Jahresbeginn ist die große Immobilie komplett von der documenta gGmbH gemietet.

Das bestätigt documenta-Generaldirektorin Dr. Sabine Schormann auf Anfrage der HNA. Nach ihren Angaben soll das Haus zu einem wichtigen Standort und innerstädtischen Treffpunkt für die documenta 15 im Jahr 2022 werden.

Doch schon weit vorher, voraussichtlich ab Mitte dieses Jahres, sollen in dem Gebäude regelmäßige Ausstellungen, Kunst-Symposien und Ähnliches stattfinden. Federführend wird das indonesische Künstlerkollektiv Ruangrupa sein, das die d15 künstlerisch leiten wird. Ursprünglich wollten Stadt und documenta Anfang kommender Woche mit den Plänen an die Öffentlichkeit gehen und in der Folge auch den Kunstbetrieb im früheren Kaufhaus starten. „Aber da ist uns leider Corona dazwischengeplatzt“, sagte Schormann.

Von der documenta gemietet ist die Liegenschaft, die über 5000 Quadratmeter Fläche sowie vier Etagen im Hauptbau umfasst, bis Ende 2022. Ebenfalls noch in diesem Jahr, so Schormann, sollen im Haus Ateliers für Künstler und Arbeitsräume für Mitarbeiter der documenta entstehen und ihren Betrieb aufnehmen.

Während des documenta-Sommers im übernächsten Jahr könne der Standort dann außerdem die Funktionen eines Pressezentrums und Besucher-Empfangs übernehmen, sagte die documenta-Generaldirektorin. Das Gebäude biete sich für sehr viele Nutzungsmöglichkeiten an und werde „sehr zentral für die documenta werden“.

Dass in dem verwaisten Gebäude schon erste Umgestaltungsarbeiten laufen, haben aufmerksame Passanten in den vergangenen Wochen daran bemerkt, dass außen die schreiend bunte Schaufensterbeklebung aus Zeiten der Sportarena-Schließung gegen neutrale Milchglasfolien ausgetauscht wurde.

Sobald die Corona-Lage dies erlaube, solle das frühere Kaufhaus mit den Mitteln der Kunst „öffentlich bespielt“ werden, sagte Sabine Schormann. Auch die vorerst abgesagte Eröffnungsparty solle dann nachgeholt werden.

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