Kassel derzeit nicht an negativer Spitze

Frust an der Tankstelle: Sprit ist wieder teurer

Kassel. Bundesweit klettern die Preise an den Zapfsäulen wieder. Anders als bisher liegt Kassel aber zurzeit  nicht in der Spitzengruppe der teuersten Städte.

Tanken ist wieder deutlich teurer geworden. Der Wiener Beschluss der Erdöl produzierenden Opec-Länder, die Ölförderung weiter zu kürzen, ist unmittelbar auch auf die Zapfsäulen in unserer Region durchgeschlagen.

So kostet Super E10 nach einer aktuellen ADAC-Auswertung im Schnitt 1,5 Cent mehr als in der Vorwoche, Diesel ist 1,9 Cent teurer. In Kassel kostete E10 aktuell  im Schnitt 1,33 Euro, für einen Liter Diesel waren im Schnitt 1,16 zu berappen.

Einen kleinen Trost gibt es aber für die Kasseler Autofahrer: Im Moment gehört Kassel nicht zur Spitzengruppe der teuersten der 100 größten deutschen Städte. Während Kassel im Vergleich des Spritpreis-Portals clever-tanken.de im Mai noch auf einem unrühmlichen fünften Platz lag, so rangiert es derzeit auf Platz 62 bei den Dieselpreisen und auf Platz 68 bei Super E 10. Am teuersten ist der Sprit derzeit in Konstanz (Diesel 1,31 Euro, E10 1,47 Euro), am günstigsten in Bergisch Gladbach (Diesel 1,11 Euro, E10 1,27 Euro).

„Die Preisunterschiede zwischen den Standorten haben ihre Ursache im Wesentlichen in der Anzahl freier Tankstellen“, erläutert Steffen Bock von clever-tanken.de. Auch wenn Tankstellen nebeneinander liegen und wie die Pendlerströme verlaufen, habe einen Einfluss auf die Preisgestaltung.

Bei den Heizölpreisen ist die Tendenz nach Experteneinschätzungen ebenfalls steigend. „Der Preis schwankt“, sagt Petra Graf vom Brennstoffhandel Degenhardt in Niestetal. Nach einem Anstieg sei er derzeit leicht fallend. Schwefelarmes Heizöl liege aktuell bei 58,91 Cent pro Liter, eine Tankfüllung mit 3000 Litern kostet demnach 1767 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Angesichts der jüngsten Preisentwicklung sei die Kunden-Nachfrage wieder etwas gestiegen. „Viele haben Angst, dass es weiter nach oben geht, und tanken voll“, so die Händlerin.

Auf die wieder höhereren Spritpreise müssen sich auch die Autofahrer in unserer Region einstellen. Dennoch bleiben ein paar Möglichkeiten, an der Zapfsäule zu sparen. Wer beispielsweise im Internet auf Vergleichsportalen wie clever-tanken.de oder unter www.adac.de die aktuell günstigste Tankstelle sucht, zahlt weniger. Aktuell  betrugen die Preisunterschiede an Kasseler Tankstellen bei Diesel bis zu zehn Cent (zwischen 1,13 und 1,23 Euro), bei Super E10 bis zu elf Cent (zwischen 1,30 und 1,41 Euro).

Wenn die Anzeige der Tankreserve noch nicht ganz so bedrohlich leuchtet, lohnt es sich laut ADAC, auch die Preisveränderungen am Tag im Blick zu behalten. Wer beispielsweise erst abends zwischen 18 und 23 Uhr eine Zapfsäule ansteuert, zahlt in der Regel weniger für Sprit. Am teuersten ist nach einer aktuellen Untersuchung des Automobilclubs das Tanken in den Nachtstunden zwischen 23 und 5 Uhr morgens. Danach sinken die Spritpreise bei allen Anbietern bis zum frühen Abend, unterbrochen von einer zwischenzeitlichen Preisspitze von zwei bis drei Cent während der Mittagszeit. Am Tag gebe es rund sechs Preisänderungen, haben die Tester beobachtet.

Rubriklistenbild: © pixabay.com

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