Verdi befürchtet Gehaltseinbußen durch geplante Fusion

Gewerkschaft fordert: Bei einer Fusion alle Stellen bei Kaufhof in Kassel erhalten

Kassel. Karstadt und Kaufhof planen einen Zusammenschluss. Die Gewerkschaft Verdi in Nordhessen fordert „eine eindeutige Zusage“ für den Erhalt der 200 Arbeitsplätze in Kassel.

Medienberichten zufolge soll durch die Fusion bei Kaufhof ein Viertel der bundesweit 20.000 Arbeitsplätze wegfallen. Laut Verdi-Handelssekretär Manuel Sauer drängt die Gewerkschaft darauf, Kassel von diesen Stellenabbauplänen auszunehmen. Das Argument: Es gebe seit geraumer Zeit kein Karstadt mehr in Kassel und somit keine zwei Warenhäuser des künftigen Konzerns, die „in unmittelbarer Nähe zueinander konkurrieren“.

Verdi befürchtet nach Angaben Sauers, dass die Kaufhof-Beschäftigten im Rahmen der Fusion „zu einem Gehaltsverzicht gezwungen werden“: Während Kaufhof derzeit noch Tarifgehälter zahle, erhielten die Beschäftigten bei Karstadt etwa zwölf Prozent weniger Geld. Karstadt soll in dem künftigen Konzern der Mehrheitspartner werden.

Die Geschäftsleitung der Galeria Kaufhof in Kassel war am Donnerstag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Rubriklistenbild: © Martin Gerten / dpa news

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