Künftige Nutzung noch offen

Keine Gastronomie: Kasseler Ratskeller wird bei Rathaus-Sanierung Abstellfläche

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Vor drei Jahren geschlossen: das ehemalige Maredo Steak-Restaurant im Ratskeller des Kasseler Rathauses.

Zu dem immer mal wieder aufkommenden Gerücht, im Ratskeller des Rathauses werde erneut ein Gastronomiebetrieb eröffnen, hat die Stadt Kassel jetzt deutlich Position bezogen.

Für die nächsten Jahre – nämlich bis zum Ende der Sanierung des Rathauses – werde der Ratskeller als Zwischenlager für die aus dem Karlsstraßenflügel ausgezogenen Ämter und Abteilungen genutzt. Das erklärte Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) am Dienstagabend im Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Grundsatzfragen.

Die Fläche des Ratskellers sei für Sonderbedarfe berücksichtigt worden, so berichtete Nolda weiter auf Anfrage der Fraktion FDP, Freie Wähler und Piraten. Die Kosten für die Stilllegung der Gaststätte, bis 2015 hatte sich dort das Maredo Steak-Restaurant befunden, und für den Umbau zu einer Notunterkunft für Flüchtlinge bezifferte der Stadtbaurat auf rund 41 000 Euro. Wie berichtet, hatte sich später herausgestellt, dass die Stadt Kassel die Räume als Flüchtlingsunterkunft doch nicht benötigt. So diente der Ratskeller als eine Art stille Reserve, bis er als Zwischenlager während der Rathaus-Sanierung zum Einsatz kam.

Historische Postkarte: Nach Angaben von Christian Presche (Arbeitskreis Denkmalschutz und Stadtgestalt) dürfte sie kurz nach Eröffnung des Ratskellers 1909 herausgegeben worden sein, im Zusammenhang mit dem ersten Wirt, Alfred Hartleb.

Abstand von Gastro-Idee

Zur Frage von Volker Berkhout (Piraten), ob seitens der Stadt bereits alternative Nutzungsmöglichkeiten für den Ratskeller angedacht seien und welche Sonderbedarfe man sich dort zum Beispiel vorstellen könne, hielt sich Nolda im Ausschuss bedeckt. Für einen Gastronomiebetrieb, für den sich in der Sitzung auch der Seniorenbeirat aussprach, gebe es im Ratskeller keine realistischen Chancen. Deshalb habe man davon Abstand genommen, betonte der Stadtbaurat. Die Räumlichkeiten am Rathaus seien von außen zu begehen. Man suche nach einer künftigen Nutzung, die davon profitieren könne.

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