Gedenkveranstaltung zur Bücherverbrennung am Parthenon

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Unser Foto zeigt (von links) Musiker Daniel Hofmann, Stadträtin Esther Kalveram, Birgitt Möller, Lilo Rüdiger und Gerd Möller bei der Gedenkveranstaltung vor dem Fridericianum - im Hintergrund der Bücher-Parthenon.

Kassel. 2016 waren die Umrisse des "Parthenon der Bücher" auf dem Friedrichsplatz mit roter Kordel abgesteckt worden. Ein Stück davon umspannte am Freitagabend am Fridericianum das Rednerpult der Gedenkveranstaltung zum 84. Jahrestag der Bücherverbrennung in Kassel.

Die Kordel symbolisiere die Verbindung des Gedenkens an den 19. Mai 1933, als die Nationalsozialisten an diesem Ort rund 2000 Bücher verfemter Autoren verbrannten, mit dem derzeit für die documenta 14 entstehenden Kunstwerk, sagte Initiator Gerd Möller. 

Zur Lesung gegen das Vergessen waren trotz Dauerregens etwa 80 Besucher gekommen. Der Parthenon setze ein Zeichen gegen das Verbot von Texten und die Verfolgung ihrer Verfasser. 

An einen der von den Nazis Verfolgten, den Arbeiterdichter Paul Zech, erinnerten Tina-Rose Kochius und Felix Thiele (verdi-Jugendgruppe). Lilo und Paula Rüdiger gedachten Zechs Weggefährtin Else Lasker-Schüler. Ramona Kopec und Thevagar Mohanadhasan erinnerten an Stefan Zweig, Hussein Fathalla an Friedenskämpferin Bertha von Suttner. Birgitt Möller trug das Gedicht „Bücherlesen“ von Günter Kunert vor.

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