Auch Rosenhang wird instandgesetzt

Gustav-Mahler-Treppe wird wegen schlechten Zustands saniert

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Wird im nächsten Frühjahr saniert: Die Gustav-Mahler-Treppe verbindet die Karlsaue mit der Innenstadt. Sie wurde zur Bundesgartenschau 1955 angelegt.

Kassel. Zerstörte Waschbetonplatten, schiefe Treppenstufen, Graffiti und provisorische Beleuchtung: Die Gustav-Mahler-Treppe ist in keinem guten Zustand.

Dabei ist sie der zentrale Zugang von der Karlsaue in die Innenstadt. Nächstes Jahr lässt sie der Eigentümer, die Museumslandschaft Hessen-Kassel (MHK), umfassend sanieren. Gleichzeitig wird der Rosenhang zwischen Treppe und Ehrenmal instandgesetzt. Denn dort sind die Mauern, die den Hang stützen, marode geworden.

Die Treppe war 1955 zur Bundesgartenschau von dem bekannten Landschaftsarchitekten Hermann Mattern entworfen worden. An dessen Planungen wird sich die MHK bei der Sanierung orientieren. „Die Treppe wird genauso wiederhergestellt, wie sie bis heute besteht. Dies gilt auch für die Waschbetonplatten. An der Anordnung der Stufen und der Plateaus wird sich nichts ändern“, sagt MHK Sprecherin Natascha Callebaut. Die Mahler-Treppe – die nach dem einstigen Kasseler Hofkapellmeister benannt wurde – sei ein „erhaltenswerter Bruch in der Landschaft“ und eine „optische Fortführung der Treppenstraße“.

Im Frühjahr 2019 sollen die Bauarbeiten beginnen. Die entsprechenden Haushaltsmittel sind laut MHK bereits vorgesehen. Ein Büro für Garten- und Landschaftsplanung ist beauftragt.

Gustav-Mahler-Treppe: Neue Stufen und Beleuchtung

Neben der Erneuerung der Stufen soll auch die Beleuchtung modernisiert werden. Nachdem die ursprünglichen Leuchten wegen eines Defekts ausgefallen waren, war es zeitweise zappenduster auf der Treppe. Inzwischen wurden provisorische Laternen aufgestellt.

Parallel zu den Arbeiten an der Gustav-Mahler-Treppe wird auch der benachbarte Rosenhang zwischen der Treppe und dem Ehrenmal saniert. „Dort werden die Wege erneuert und die Schwerlastmauern saniert“, sagt MHK-Sprecherin Callebaut. Dies sei nötig, um den Hang langfristig zu stabilisieren. Der Rosenhang ist nämlich im Grunde nur ein großer Berg aus Kriegsschutt, der dort nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen und gestaltet wurde. Die Schwerlastmauern sichern den gesamten Hang vor dem Abrutschen.

Insgesamt investiert die MHK 2,1 Mio. Euro in die Bauarbeiten.

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