Fast 24 Stunden im Kino - Mehr als 120 Zuschauer kamen

24 Stunden nichts als Harry Potter: Kasseler Kino zieht Hardcore-Fans an

Fast 24 Stunden Zauberei und Abenteuer: Bei einem Kinomarathon im Kasseler Cineplex tauchten Harry-Potter-Fans ab Freitag in die magische Welt von J. K. Rowling und Harry Potter ein.

Tobias Mehnert fühlte sich am Freitagabend in seine Kindheit zurück versetzt: Gemeinsam mit vielen Fans schaute der 25-Jährige im Cineplex ab 19 Uhr alle acht Filme der Harry-Potter-Saga am Stück. Mit neun Jahren besuchte Mehnert das erste Mal ein Kino. Damals lief: „Harry Potter und der Stein der Weisen“ – der erste Teil der Harry-Potter-Filmreihe.

Seit dem ersten Kinobesuch ist Mehnert ein leidenschaftlicher Harry-Potter-Fan. Seine Faszination für die magische Welt von J.K. Rowling hat auch 14 Jahre später nicht abgenommen: „Harry Potter hat mich seit meiner Kindheit begleitet. Die Story ist einfach einzigartig“. Mehnert habe alles von dem weltbekannten Zauberlehrling gesammelt: Kinohefte, Sticker-Alben und Zeitschriftenartikel. Auch die Bücher zählen zu seiner Sammlung. Allerdings hat er sie nie gelesen: „Ich wollte sie trotzdem in meinem Schrank stehen sehen.“

Kathrin Rasch hingegen hat alle sieben Bände gelesen: in deutscher und englischer Sprache. „Meine Mutter hat mir 1998 das erste Buch geschenkt. Da ich ungefähr im gleichen Alter wie die Protagonisten war, konnte ich mich mit ihnen stark identifizieren“, so die 28-Jährige. Als Theaterleiterin hat sie den Filmmarathon im Cineplex organisiert. Denn Kino müsse in Zeiten von Netflix und Co. ein besonderes Erlebnis bieten.

Und so zog die Veranstaltung über 120 Fans ins Kino. Unter ihnen befanden sich Luisa Jacobi und Claudia Drzensla. Die beiden Freundinnen veranstalteten vor einem Jahr schon einmal einen Harry-Potter-Marathon – damals blieben sie allerdings unter sich: „Nach dem sechsten Film schliefen wir drei bis vier Stunden. Ich bin gespannt, ob ich es heute durchhalte“, so Drzensla. Auch ihre Freundin war vor der Kinovorstellung aufgeregt: „Es hat damals viel Spaß gemacht. Deswegen wollte ich heute unbedingt dabei sein, obwohl ich heute Morgen arbeiten musste und etwas krank bin“, so Jacobi.

Stefan Brandt hingegen konnte ausschlafen. Der 24-Jährige sei fit und motiviert. Immerhin ginge es um Harry Potter. Seine Lieblingsfigur sei Professor Severus Snape, da er der „tragische Held der Geschichte ist“.

Diana Schweiger mag vor allem die Figur Sirius Black, der Onkel von Harry Potter: „Ich bewundere ihn, weil er in einer schwarzmagischen Familie aufgewachsen ist und dennoch gegen sie kämpft. Das zeigt mir, dass jeder Mensch freie Entscheidungen treffen kann“. Die 24-Jährige spielt selbst im Kasseler Quidditch-Team, das vor zwei Monaten gegründet wurde.

Gemeinsam mit Freunden hat sie schon einmal einen Harry-Potter-Marathon absolviert. Damals lasen sich die Freunde die sieben Bücher abwechselnd vor. Nach einer Woche hatten sie alle Bänder fast am Stück geschafft.

So lange dauerte der Filmmarathon nicht. Die Vorstellung endete am frühen Samstagabend. So erlebten über 120 Harry-Potter-Fans fast 24 Stunden selbst ein kleines Abenteuer – begleitet von ihren großen Helden.

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