Arno Apel eröffnet Filiale seines Husaren-Grills

Vor dem Hauptbahnhof in Kassel: Denkmalgeschützter Pavillon wird wieder zum Imbiss

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Ab Ende August soll wieder gegrillt werden: Inhaber Arno Apel (von links), seine Tochter Adriana und Neffe Marc Pape, der den Betrieb am neuen, zweiten Standort des Husaren-Grills führen wird. 

Es kommt wieder Leben in den denkmalgeschützten Pavillon vor dem Hotel Reiss am Hauptbahnhofsvorplatz: Arno Apel eröffnet eine Filiale seines Husaren-Grills.

Seit bald zwei Jahren steht das markant geschwungene Häuschen aus der Nierentisch-Ära wieder leer, nachdem die Betreiber eines hippen Imbisses dort einige Monate für Belebung und Aufmerksamkeit gesorgt hatten.

Nun bereitet ein Urgestein von Kassels Imbisswesen einen Neustart vor: Arno Apel, seit 37 Jahren Betreiber des beliebten Husaren-Grills an der Wolfhager Straße, will den Pavillon voraussichtlich am 9. September als Zweit-Standort wiedereröffnen.

Sein Plan: ehrliches Imbiss-Essen wie seit Jahrzehnten von Apels zahlreicher Stammkundschaft geschätzt und „ohne Schickimicki“, wie der 52-Jährige betont: „Eine Frittenbude muss eine Frittenbude bleiben.“ Deshalb gebe es am Husarengrill auch prinzipiell kein Bier oder andere Alkoholika zur Currywurst: „Sonst wird so ein Imbiss ganz schnell zur Trinkhalle.“

Arno Apel kennt das Geschäft wie kaum ein anderer in Kassel. Bereits sei seinem 16. Lebensjahr brutzelt er Imbisse an der Wolfhager Straße, stets mit einem freundlichen Wort für hungrige Kunden, und er liebt augenscheinlich, was er tut. Zwei Grundsätze leiten ihn dabei: „Es muss Spaß machen“, und: „Man muss schon ein bisschen verrückt sein.“ 

Burger sind der Renner in seinem Sortiment

Gerade von einer USA-Reise zurück, hat sich Apel zu neuen Burger-Zubereitungen inspirieren lassen. Die Burger und die Würste sind die Renner im Sortiment, Grillhähnchen und Gyros gibt es unter anderem auch. Demnächst will Apel testen, ob es Kundschaft für den Imbiss-Klassiker Schaschlik gibt, den praktisch niemand mehr auf die gute alte Art anbietet. „Das war in den 90ern noch der Renner“, sagt der Imbisswirt.

In Kassel ist er einer der Letzten seiner Art. „Hans Wurst“ in Rothenditmold und Nobbi’s Imbiss an der Quellhofstraße fallen Arno Apel noch als Zunftkollegen ein. „Aber in der ganzen Innenstadt gibt es ja praktisch nichts Vergleichbares mehr.“

Das soll sich nun ändern mit dem Pavillon, 1956 vom Kasseler Architekten Kurt Twelker als Verkaufsstand für Obst und Süßwaren entworfen, als zeittypische Kulisse aus großen Imbiss-Tagen. Die Grilltechnik wird demnächst eingebaut, auch Stehtische für die Kundschaft sollen noch kommen.

Den Betrieb am Bahnhofs-Standort wird mit einem dreiköpfigen Team Apels Neffe Marc Pape übernehmen. Der 20-Jährige hat bei der KVG eigentlich Busfahrer gelernt, will aber lieber Imbissbetreiber werden. Warum? „Familie“, sagt er und weil ihm seit Langem die Menschen und die Atmosphäre am Husaren-Grill gefallen. Offenbar hat ihn Arno Apel mit seiner Imbiss-Leidenschaft angesteckt.

Service: Husaren-Grill Mitte, Rainer-Dierichs-Platz, ab 9. September, geplante Öffnungszeiten: So.–Do. 11 bis 22 Uhr, Fr. und Sa. bis 2 Uhr.

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