Heiße Nummern beim Klimafest am Kulturbahnhof

Kassel. 39 Grad und Gluthitze. „Ist das schon der Klimawandel?“ Das fragte sich nicht nur Moderator Janosch Lenhart von Radio HNA beim Klimafest vor und im Kulturbahnhof (Kuba).

Organisatoren, Mitwirkende und Zuschauer litten unter den schweißtreibenden Temperaturen auf dem Rainer-Dierichs-Platz. Zum Auftakt in der sengenden Nachmittagssonne am Samstag waren wegen der großen Hitze nur wenige Besucher gekommen.

Bilder der Veranstaltung folgen

„39 Grad, das ist einfach zu heiß“, sagte Kirsten Fromm. Ihre Tochter Nele (10), die mit dem Kinderchor Cantamus auftrat, vertrieb sich die Zeit am Stand der Städtischen Werke und der Agentur Tigertatze. Dort konnten junge Forscher in einem Zukunftslabor alles über Kohlendioxid erfahren und wie man den Ausstoß des schädlichen Gases verringert. Unter einem Mikroskop durften die Kinder außerdem Fliegenbeine und Zwiebelschalen betrachten.

Mit dem Fest wollten die Organisatoren, die Stadt Kassel und der Kulturbahnhof für den Klimaschutz trommeln. Im wahrsten Sinne des Wortes tat dies Peter Till mit seinem Universal Druckluft Orchester, das mit flotten Cha-Cha-Cha-Rhythmen und einem zur Musik auf- und ab hüpfenden Bastsonnenschirm für Karibikgefühle sorgte.

Heiß her ging es beim Zirkus Buntmaus, der mit seinem „Klimazirkus“ auch Feuerspiele auf die Bühne brachte. Die kühle Brise, die Mareike Steffens mit ihrer Tanzperformance „Windgeflüster“ nach einer Idee von Werner Zülch vom Aktionstheater erschuf, war leider nur Illusion.

Neben Musik und Kunst gab es auch Angebote und Informationen rund um den Klimaschutz. Die Verbraucherzentrale warb zum Beispiel für ihre Energieberatung, der SMA-nahe cdw-Stiftungsverbund für mehr Eigeninitiative beim Einsatz erneuerbarer Energien, das Umwelthaus für den Stromspar-Check und das städtische Umweltamt für Wärmedämmung.

Die Besucher waren eingeladen zu feiern, „bis die Sonne wieder aufgeht“ (Moderator Janosch Lenhart). Ob deren in unseren Breiten eher ungewohnte Kraft ein Zeichen für den Klimawandel ist, das konnte übrigens auch Kassels grüner Umweltdezernent Christof Nolda nicht mit Gewissheit sagen.

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