Friedrich-Ebert-Straße will in Coronakrise Zeichen setzen

Kassel: Helfer zeigen Flagge für das Leben

Es ist mittlerweile eine schöne Tradition: Immer wenn ein sportliches Großereignis stattfindet, wird die Friedrich-Ebert-Straße mit den Flaggen der teilnehmenden Länder des Turniers geschmückt. Die Aktionsgemeinschaft Friedrich-Ebert-Straße kümmert sich seit Jahren um diese Aktion und trägt auch die Kosten für die Beflaggung.

Für die Helfer in der Coronakrise soll die Friedrich-Ebert-Straße beflaggt werden: Das Foto stammt aus 2011. Damals beflaggten Michael Morgenthal (links) und Peter Nöring den Boulevard anlässlich der Frauenfußball-WM. ArchivFoto: Lothar Koch

Dieses Jahr sollten eigentlich die Flaggen der Nationen, die bei der Fußball-Europameisterschaft um den Titel kicken, den Boulevard schmücken. Da die EM wegen der Coronakrise auf nächstes Jahr verschoben worden ist, hat sich die Aktionsgemeinschaft etwas Neues einfallen lassen. Sie knüpft thematisch an die Coronakrise an.

„Wir möchten die Straße beflaggen – als ein starkes Zeichen, dass das Leben trotz Coronakrise weitergeht“, sagt Apotheker Christian Heckmann, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft. Mit der Beflaggung wolle man sich bei jenen Menschen und Institutionen bedanken, die „unser System am Leben halten“.

Friedrich-Ebert-Straße Kassel: Viele ziehen an einem Strang1

Die Aktionsgemeinschaft denkt da zum Beispiel an Feuerwehr, Polizei, THW, die Stadt, Krankenhäuser, Pflegeheime und -dienste, Bäckereien, Fleischereien, Lebensmittelhändler, Apotheken, Zeitungen, Rundfunkanstalten Erzieher und Stadtreiniger. All diesen Gruppen soll ermöglicht werden, sich mit einer Flagge auf der Friedrich-Ebert-Straße zu präsentieren. Die Aktionsgemeinschaft ist für weitere Vorschläge aber offen.

Heckmann will in den nächsten Tagen Kontakt zu verschiedenen Institutionen aufnehmen und fragen, ob sie mitmachen wollen. Man könne sich aber auch bei ihm melden, wenn man Interesse an der Teilnahme habe, sagt Heckmann, der in der Post-Apotheke an der Friedrich-Ebert-Straße arbeitet.

Christian Heckmann, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Friedrich-Ebert-Straße Kassel

Jeder Teilnehmer soll für die Gestaltung der Flagge selbst zuständig sein und auch die Kosten dafür übernehmen, so Heckmann. Es gibt aber feste Vorgaben für die Größe: 1,50 Meter breit, 2,50 Meter hoch. Zudem soll der Stoff reißfest sein.

Wichtig sei auch, dass sowohl oben als auch an der Längsseite der Flaggen ein Hohlsaum angenäht ist, damit die Flaggen auf die „Galgen“ mit einem Durchmesser von etwa 1,5 Zentimeter aufgeriggt werden können. Prinzipiell kümmere sich die Aktionsgemeinschaft gern um die Bestellung der Fahnen, da sie seit Jahren einen kompetenten Hersteller an der Hand habe. „Mit billigen Flaggen hat man das Problem, dass sie entweder durch die Sonne verbleichen oder beim ersten stärkeren Wind zerreißen“, erklärt Christian Heckmann.

Die Aktionsgemeinschaft trägt die Kosten für die Beantragung sowie das Auf- und Abhängen. Interessenten werden gebeten, zeitnah über Mail Kontakt mit der Aktionsgemeinschaft aufzunehmen. Die Flaggen sollen am Sonntag, 24. Mai, aufgehängt werden, vier Wochen vorher sollten sie in der Apotheke abgegeben werden.

Kontakt: Christian Heckmann, E-Mail: CHeckmann@post-apotheke-kassel.de

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