Eines des ältesten Gebäude in Kasseler Innenstadt

Renthof wird zum Schmuckstück: Hotel und Gastronomie ab Ende 2016

Blick in das Treppenhaus des Renthof-Gebäudes: Von links sind Architekt Joachim Groger, Investor Uwe Kleinkauf und Gastronom Rainer Holzhauer zu sehen. Fotos:  Schachtschneider

Kassel. Durch die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg gibt es in der Kasseler Innenstadt kaum noch alte Gebäude. Der Renthof neben der Brüderkirche ist das älteste von allen.

Lexikonwissen: Der Renthof im Regiowiki

Das denkmalgeschützte Gebäude stammt aus dem 13. Jahrhundert und wird gerade von Grund auf saniert. „Wir kommen gut voran, aber nicht ganz so schnell wie ursprünglich geplant“, sagt der Gastronom Rainer Holzhauer (Grischäfer). Eigentlich sollte das Hotel mit angeschlossener Gastronomie im Sommer 2016 öffnen. Stattdessen wolle man jetzt Ende des Jahres an den Start gehen, so Holzhauer, der zusammen mit dem Kasseler Finanzinvestor Uwe Kleinkauf (Well Group) das Millionenprojekt umsetzt. Ziel sei es nach wie vor, zur documenta im Jahr 2017 mit einem eingespielten Betrieb anzutreten.

Das Hotel in dem zuletzt als Seniorenheim genutzten Gebäudes soll 60 Zimmer bieten. Von der preisgünstigen Übernachtungsmöglichkeit bis zu gehobenen Ansprüchen soll das Angebot reichen. „Wir wollen die 800 Jahre alte Klosteranlage für die Öffentlichkeit zugänglich machen“, sagt Architekt Joachim Groger. Im bislang verschlossenen Innenhof, dem früheren Kreuzugang des Kameliterklosters, soll ein Gastgarten entstehen.

Treppe zum Gewölbekeller

Blick in den Innenhof: Dieser Bereich soll im Sommer für die Gastronomie genutzt werden.

Bis es so weit ist, haben die Bauleute noch jede Menge zu tun. „Wir sprechen jeden Schritt mit der Denkmalpflege ab, die Zusammenarbeit ist ausgesprochen gut“, sagt Uwe Kleinkauf. Bei den Arbeiten wurde unter anderem eine bislang unbekannte Treppe in den Gewölbekeller sowie ein zugemauerter Torbogen entdeckt. Der wird jetzt der zentrale Durchgang vom Eingangsbereich zum Restaurant. Schon jetzt fällt auf, dass der Autoverkehr von der Brüderstraße weder im Innenhof noch im Gebäude zu hören ist.

Durch die Gastronomie im Renthof bieten sich auch für die schon länger nicht mehr als Gotteshaus genutzte Brüderkirche weitere Möglichkeiten. Schon jetzt beliefert das Grischäfer-Team Fest- und Firmenveranstaltungen in dem historischen Gemäuer. Ab Ende nächsten Jahres sollen die Wege durch die neue Küche im Renthof-Restaurant deutlich kürzer werden.

Der Renthof in Kassel

Genaue Angaben zur Investitionssumme will Uwe Kleinkauf nicht machen. Die städtische Denkmalbehörde hatte allein die Kosten für die Sanierung auf drei Millionen Euro geschätzt. Unter mehreren Bewerbern bei der Ausschreibung setzten sich Holzhauer und Kleinkauf mit ihrem Konzept durch.

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