Kasseler Bahntechniker kauft in Bayern ein

Größte Übernahme in der Firmengeschichte: Bahntechniker Hübner wächst weiter 

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Hübner wächst weiter: Der Kasseler Bahntechnik-Hersteller mit Sitz an der Heinrich-Hertz-Straße in Waldau tätigte jetzt die größte Übernahme in seiner Firmengeschichte.

Der Kasseler Bahntechnik-Hersteller Hübner wächst weiter. Wie das Unternehmen mitteilte, hat es die Gummi-Welz GmbH & Co. KG mit Hauptsitz im bayerischen Neu-Ulm gekauft.

Mit der größten Übernahme in seiner mehr als 70-jährigen Firmengeschichte will der Weltmarktführer im Bereich Übergangssysteme für Busse und Schienenfahrzeuge europaweit eine führende Rolle im Bereich Türdicht- und Sicherheitssysteme für den gesamten öffentlichen Mobilitätsbereich einnehmen. Zur Höhe der Investition machte Hübner keine Angaben.

Die GWU beschäftigt europaweit mehr als 500 Mitarbeiter und verfügt über fünf Standorte in Deutschland, Polen und der Türkei. Das mittelständische Unternehmen beliefert die Bus-, Bahn- und Spezialfahrzeugindustrie mit Gummiprofilen und -produkten, mit Schaumstoffzuschnitten sowie mit glasfaserverstärkten Kunststoff-Bauteilen. Zum Lieferprogramm gehören unter anderem Einklemm-Schutzsysteme für Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs, mit denen sich die Unfallrisiken reduzieren lassen. Die GWU-Gruppe hat im vergangenen Jahr einen Umsatz im mittleren zweistelligen Millionenbereich erzielt.

Während Hübner führend im Bereich Dichtsysteme für Türen und Fenster von Schienenfahrzeugen sei, habe sich GWU in den vergangenen Jahren eine ähnlich starke Position in der Busbranche erarbeitet, kommentierte Hübner-Geschäftsführer Ingolf Cedra den Zukauf. Das Unternehmen zeichne sich neben einem innovativen Produktportfolio vor allem durch eine intensive Kundenbeziehung zu den namhaftesten europäischen Busherstellern aus.

„Gemeinsam werden GWU und Hübner künftig europaweit eine führende Rolle im Bereich Türdicht- und Sicherheitssysteme für den gesamten öffentlichen Mobilitätsbereich bilden“, so Ingolf Cedra.

Hübner strebt diese Position mittelfristig auch weltweit an. Das Familienunternehmen kündigte an, vor allem auf dem US-amerikanischen Markt weiter zulegen zu wollen. Dazu errichte es unter anderem gerade einen neuen Produktionsstandort in Dunlap, Tennessee, im Südosten der USA. Erst Anfang Februar hatte Hübner den bayerischen Bahnelektroanbieter Gersys mit 50 Mitarbeitern übernommen und damit seine Produktpalette um Instrumente für die Fahrzeugstände von Schienenfahrzeugen erweitert.

Hübner beschäftigt jetzt weltweit mehr als 3300 Mitarbeiter, davon 1100 in Kassel. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen 350 Millionen Euro.

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Hier ist die Kasseler Hübner-Zentrale:

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