20  000 Menschen kamen ins Kulturzelt

Im Kulturzelt waren weniger Zuschauer als im Vorjahr - das Team ist dennoch zufrieden

+
Erste Saison unter neuer Leitung ist vorüber: An der Drahtbrücke sind die Kulturzelt-Abbauarbeiten bereits weiter fortgeschritten, als dieses Bildmotiv zeigt.

Die neuen Veranstalter ziehen eine positive Bilanz für das diesjährige Kulturzelt - trotz kurzer Vorlaufzeit und weniger Zuschauern.

Der Abbau des Kulturzelts läuft, der Festivalsommer an der Drahtbrücke ist beendet und die erste Saison liegt hinter den neuen Veranstaltern der Zeltkultur gGmbH. „Wir sind total glücklich“, sagt Bernhard Weiß und zieht eine erste Bilanz: 20 000 Besucher sahen nach seinen Angaben die 35 Veranstaltungen in den sechs Wochen vom 19. Juli bis 31. August.

Auch wenn die Zahlen deutlich unter denen der beiden Vorjahre liegen – 2017 und 2018 kamen jeweils 28 000 Menschen –, sei man sehr zufrieden. Grund dafür: „Erst gab es eine Verunsicherung, was aus dem Kulturzelt wird. Dann hatten wir eine sehr kurze Vorlaufzeit, haben dennoch eine tolle Qualität geliefert und vielen Menschen schöne Abende ermöglicht.“ 

Stadt Kassel schuf Voraussetzungen für den Fortbestand

Erst im März hatte die Stadt, nach dem kurzfristigen und überraschenden Rückzug der langjährigen Veranstalter, die Voraussetzungen für den Fortbestand des Kulturzeltes geschaffen.

Bernhard Weiß vom Veranstalter Zeltkultur

Kulturdezernentin Susanne Völker sagte in einem Resümee, die gute Publikumsresonanz habe „die große Bedeutung des Kulturzelts für Kassel erneut bestätigt“. Dem neuen Team sei es gelungen, „auch unter schwierigen Bedingungen ein vollständiges und anspruchsvolles Programm bereits in diesem Jahr auf die Beine zu stellen“.

Die meisten Konzerte seien gut angenommen worden, betont Weiß. „Natürlich hätten wir gerne doppelt so viele Tickets verkauft, um den Zeltkauf möglichst schnell finanziert zu bekommen und um für das Booking Reserven zu haben.“ 

Das Kulturzelt war in der Regel zu zwei Drittel ausgelastet

Fünf Konzerte – Moka Efti Orchestra, Frank Turner, Bukahara, Giant Rooks und das wegen Krankheit abgesagte Konzert von Namika – waren ausverkauft. Vier weitere kurz davor. Zwei Drittel Auslastung habe man in der Regel erreicht. Allerdings räumt Weiß ein, dass es Konzerte gab, die nicht gut angenommen wurden. 

Was finanziell unterm Strich stehe, könne man noch nicht sagen, so die Veranstalter, zu denen neben Weiß Dr. Jürgen Truß, Mathias Jakob und Lutz Reimer gehören. Die gemeinnützige GmbH sei aber nicht auf Gewinn ausgelegt.

Die Saison sei auch noch aus anderen Gründen gut gelaufen: Es habe nur zwei Beschwerden aus der Nachbarschaft und viele positive Rückmeldungen von Gästen gegeben. Außerdem funktioniere das Helferteam sehr gut und die Zusammenarbeit mit Sponsoren und Stadt laufe hervorragend. Mit mehr Ruhe und Zeit starte nun die Vorbereitung für die nächste Saison.

Das sagt Sponsor Wintershall

Als langjähriger Hauptsponsor des Kulturzelts äußerte sich Wintershall Dea zufrieden mit der ersten Saison unter neuer Leitung: „Trotz der extrem kurzen Vorlaufzeit für die Künstlerbuchung ist dem Team Zeltkultur eine starke Erste Saison gelungen“, sagte Projektleiterin Nina Klein: „Vor allem, weil sie an Bewährtem festgehalten und Veränderungen mit Bedacht umgesetzt haben.“ Es liefen bereits Planungsgespräche für die kommende Saison. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.