Vermutete Blindgänger auf Auedamm werden entschärft

Jahrelang Bomben unter Zissel und Kulturzelt?

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Sieht nach der Bombensuche aus wie eine Kraterlandschaft: Die Karlswiese vor der Orangerie soll bis zum Sommer wieder hergerichtet werden. Im April soll neuer Rasen eingesät werden.

Kassel. Von Montag bis Freitag nächster Woche ist der Auedamm zwischen Orangerie und Drahtbrücke gesperrt. Unter Zisselmeile und Kulturzelt-Platz werden Blindgänger vermutet.

Dies ergab eine Auswertung von Kriegsluftbildern durch den Kampfmittelräumdienst des Landes. Damit die Veranstaltungen dieses Jahr ohne jedes Restrisiko stattfinden können, werden die Verdachtsstellen kommende Woche untersucht und Blindgänger entschärft. Dafür wird der Auedamm zwischen Orangerie und Drahtbrücke von Montag, 23. März, bis Freitag, 27. März, gesperrt.

Michael Boßdorf von der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) neben einer von den Bombensuchern markierten Stellen am Auedamm.

Insgesamt handele es sich am Auedamm noch um sechs Stellen, an denen nicht detonierte Bomben vermutet werden, sagt Uwe Bischoff vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt. Diese sollen ab Montag unschädlich gemacht werden. In der übernächsten Woche würden dann noch sämtliche Parkplätze am Auedamm bis zum Auebad untersucht – dafür werde die Straße aber nicht gesperrt.

Bereits diese Woche waren im Bereich zwischen Orangerie und Drahtbrücke fünf kleinere Stabbrandbomben entschärft worden. Weil diese nicht direkt an der Straße gelegen hätten, sei der Verkehr nicht beeinträchtigt gewesen, sagt Michael Boßdorf, Leiter der Gärten der Museumslandschaft Hessen-Kassel (MHK).

Der Auedamm ist ein Areal, bei dem sich die Zuständigkeit von Stadt und MHK überschneidet, weshalb beide Seite die Untersuchung vorantreiben. Die Stadt trägt 35 000 Euro der Kosten. Verhandelt wird noch über eine Sondierung der Hessenkampfbahn, die für den Schulsport genutzt wird. Ziel sei es, die Sportstätte bis zum Saisonstart Mitte April untersucht zu haben.

Fast abgeschlossen ist die Bombensuche am Hiroshima-Ufer. Das Tigerenten-Rennen im Mai ist nicht gefährdet.

Die Sondierung läuft im Berg- und Auepark seit 2014. Bisher haben die Kampfmittelräumer 50 Bomben entschärft und diverse Bombenreste gefunden.

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