Jahresüberschuss aus dem Jahr 2016

Stadt Kassel legt 41 Millionen Euro auf die hohe Kante

Kassel. Nach dem Rekordüberschuss 2015 mit 51,4 Millionen Euro hat Kassel auch im vergangenen Jahr ein ähnlich gutes Ergebnis erzielt.

Die Stadt schließt 2016 mit einem Plus von mindestens 41 Millionen Euro in der Kasse ab.

Der Überschuss habe sich damit gegenüber der Prognose mehr als verdreifacht, freute sich Stadtkämmerer Christian Geselle (SPD) am Dienstag bei der Vorstellung der Zahlen. Für 2016 war ursprünglich mit einem Überschuss von 13,7 Millionen Euro gerechnet worden. Zu dem deutlich besseren Ergebnis hätten unter anderem die höheren Einnahmen aus der Gewerbesteuer beigetragen. 162,6 Millionen Euro flossen 2016 in die Stadtkasse, 2015 waren es noch 152,6 Mio. gewesen.

Nach Geselles Angaben haben sich gegenüber dem Vorjahr die Erträge (Einnahmen) der Stadt um 54 auf 831 Millionen Euro erhöht. Die Aufwendungen (Ausgaben) stiegen um fast 64 auf 790 Mio. Euro.

Wegen des „exzellenten Jahresergebnisses“ werde man in der Kämmerei jedoch nicht gleich die Sektkorken knallen lassen, betonte Geselle. Der Millionenüberschuss soll in die Rücklage fließen.

Denn nach Ausstieg aus dem Schuldenschutzschirm des Landes Hessen müsse die Stadt Kassel ab sofort immer einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Gelingt das nicht, muss das Defizit gleich im nächsten Haushaltsjahr durch weniger Ausgaben oder höhere Einnahmen kompensiert werden. Die nun mit knapp 100 Millionen Euro gefüllte Rücklage diene der Stadt somit als „Polster“, um Defizite ausgleichen zu können, erklärte der Stadtkämmerer.

Zudem drückt die Stadt trotz des vierten Haushaltsüberschusses in Folge noch eine hohe Schuldenlast. „Wir haben die Verbindlichkeiten in den Jahren 2015 und 2016 um insgesamt 72 Millionen Euro reduzieren können. Der aktuelle Schuldenstand beläuft sich aber noch immer auf 450 Millionen Euro“, sagte Geselle.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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